Spende für Leukämie-Forschung an Universität Leipzig übergeben

Eines der aktuell geförderten Projekte befasst sich mit der funktionellen Leukämiediagnostik. Konkret geht es um die systematische Charakterisierung von Stoffwechseleigenschaften leukämischer Zellen. Ziel ist es, ein neues Diagnostikverfahren zu etablieren. „Wir vergleichen die Stoffwechseleigenschaften leukämischer Zellen von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie mit denen gesunder Spender, um definierte Tests zu entwickeln, damit jeder Patient schnell und zuverlässig die passende Therapie bekommt“, erklärt Prof. Niederwieser. Darüber hinaus sollen diese Studien in die für Leukämie spezifischen Stoffwechselwege liefern. Dieses Wissen helfe bei der gezielten Zerstörung hartnäckiger leukämischer Zellen.

Das zweite vom Verein „Zusammen gegen den Krebs“ geförderte Projekt beschäftigt sich mit der genauen Quantifizierung von Leukämiezellen während der Behandlung von Patienten mit akuter myeloischer Leukämie. Dafür soll mit sehr genauen Testsystemen die Tumorlast gemessen und mit dem Verlauf korreliert werden. Ein Protokoll zur Behandlung und Datenerfassungssystem von der Diagnose bis zum Therapieende für insgesamt 35 Universitätsklinika, Schwerpunktkrankenhäuser und Praxen wird erstellt. Mit den Mitteln wird auch die Tumorlast bei jedem einzelnen Patienten durch aufwendige Methoden gemessen. „Ziel ist es, jede Form der Leukämie zu personalisieren. Das ist für eine individuelle Therapie notwendig“, erklärte Niederwieser.

Rektorin Beate Schücking betonte am Freitag bei der Spendenübergabe, dass die Leukämieforschung in den vergangenen 30 Jahren besondere Fortschritte erzielt hat. Damals sei diese Diagnose fast immer ein Todesurteil gewesen. Heute hätten viele Leukämiepatienten gute Überlebensaussichten. Prinz Alexander von Sachsen sagte, dass das Gros der Spendengelder von ehemaligen Leukämiepatienten komme. Finanziert würden damit unter anderem moderne Geräte zur Erforschung dieser Krankheit.

Leukämieerkrankungen haben ihren Ursprung im Knochenmark. Die Ursachen für ihre Entstehung sind weitgehend ungeklärt. Faktoren wie genetische Defekte, Lebensgewohnheiten und Umweltbelastungen tragen dazu bei.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dietger Niederwieser
Telefon: +49 341 97-13050
E-Mail: dietger.niederwieser@medizin.uni-leipzig.de
Web:

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