Spatenstich für hochmoderne Herz- und Gefäßchirurgie

Insgesamt 47 Millionen Euro umfasst die Investition in das auf die Erfordernisse einer modernen und optimalen Patientenversorgung ausgerichtete Gebäude; 26,75 Millionen Euro davon werden vom Land Baden-Württemberg gestellt. Zu dem umfangreichen Neubauprojekt gehört auch der Mitte 2013 in Betrieb gehende Anbau eines weiteren Hybrid-OP’s. Bauherr des Projektes ist der Trägerverein Benedikt Kreutz Rehabilitationszentrum für Herz- und Kreislaufkranke Bad Krozingen e.V. (BKEV). Aktuell werden im UHZ jährlich etwa 3.500 Operationen am Herzen und den herznahen Gefäßen sowie rund 7.500 Interventionen an Herzkranzgefäßen und peripheren Blutgefäßen vorgenommen.

Die neu entstehende Herz- und Gefäßchirurgie ist gemeinsam mit den späteren Nutzern und Betreibern geplant worden. Im Fokus des Bauprojektes stehen demnach die Funktionalität und die Anforderungen aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich. Der Aufsichtsratsvorsitzende des UHZ, Dr. Ekkehart Meroth, sieht in dieser ganzheitlichen Analyse der Prozesse und Funktionsbeziehungen den Schlüssel für einen nachhaltigen Planungsansatz. „In den optimierten Grundrissen, der Gesamtausstattung und der Medizintechnik zeigt sich, dass über reine Architektur weit hinausgedacht wurde. Mit dieser räumlichen und technischen Ausstattung werden bisherige Standards für Klinikeinrichtungen weit übertroffen“, sagt Bernd Sahner, Geschäfts-führender Kaufmännischer Direktor des UHZ und Geschäftsführer des BKEV.

Für das UHZ bedeutet dieser Neubau einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Positionierung als europaweites Spitzenzentrum. „Die Investition in die Herz- und Gefäßchirurgie ist wichtig, um die nationale und internationale Sichtbarkeit des UHZ zu erhöhen. Sie spiegelt unseren Anspruch an universitäre Hochleistungsmedizin wider. Gleichzeitig bietet das neue Gebäude den besten Rahmen für eine fächerübergreifende Zusammenarbeit“, betont Prof. Dr. Dr. h.c. Jörg Rüdiger Siewert, Geschäftsführender Ärztlicher Direktor. Der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, unterstreicht: „Der Neubau bietet in Zukunft ideale Voraus¬setzungen für die Aus- und Weiterbildung von Ärzten und ist ein Gewinn für die Lehre in der medizinischen Fakultät der Universität Freiburg“. „Mit dem Neubau können wir auch langfristig die erfolgreiche Behandlung unserer Patienten auf dem neuesten Stand der Wissenschaft absichern“, ergänzt Prof. Dr. Dr. h.c. Friedhelm Beyersdorf, Ärztlicher Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie.

Gebäude und Ausstattung

Der großzügige gestaltete, moderne Neubau mit sechs Geschossen ersetzt mit einer Bruttogesamtfläche von ca. 11.000 Quadratmetern und einem Gesamtrauminhalt von ca. 42.000 Kubikmetern an der Südwestseite des seit 1972 bestehenden Gebäudekomplexes den vorhandenen OP-Bereich. Die Anbindung an die übrigen Klinikbereiche erfolgt auf allen Ebenen über einen Verbindungsgang. Im Erdgeschoss werden sich fünf Operationssäle befinden, davon ein Hybrid-OP, d.h. ein OP mit der zusätzlichen Ausstattung für Kathetereingriffe. Dieser wird zu den modernsten Einheiten für operativ-interventionelle Behandlung in Europa gehören. Den interdisziplinär arbeitenden Teams werden im OP bildgebende Großgeräte für hochkomplexe Eingriffe, wie beispielsweise minimalinvasive Herzklappen-Interventionen, zur Verfügung stehen.

Im ersten Obergeschoss ist eine chirurgische Intensivstation mit 20 Betten in ausschließlich Ein-Bett-Zimmern geplant, im zweiten Obergeschoss eine Nachsorgestation mit 40 Betten in Zwei-Bett-Zimmern. Diese Ausstattung soll eine optimale Behandlung und Versorgung der Patienten garantieren.

Kurze Wege vom OP zur Intensivstation werden durch drei Großraumaufzüge mit Übergröße erreicht, die für besondere Anforderungen ausgelegt sind und auch umfangreiches Equipment aufnehmen können.

Zwei Blockheizkraftwerk-Module mit jeweils 300 kW Wärmeleistung werden den größten Teil des Energiebedarfs abdecken und sich zusammen mit einer Wärmerückgewinnung, optimierter Dämmung und einer Absorptionskälteanlage zur Nutzung von Abwärme sowohl positiv auf die Betriebskosten als auch auf die Umwelt auswirken. Darüber hinaus werden u.a. ressourcenschonende Systeme wie beispielsweise eine LED-Beleuchtung eingesetzt.

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