Spaß mit Nebenwirkungen

(djd). 3D-Filme sind auch im Heimkino auf dem Vormarsch – immer mehr deutsche Haushalte besitzen die entsprechenden TV-Geräte. Was zunächst für Faszination sorgt, kann jedoch auch zu ernsthaften Beschwerden führen. Das ergab eine Studie an der Pacific University im US-Bundesstaat Oregon. Demnach ähneln die Symptome, die von 3D-Filmen hervorgerufen werden können, denen der Reise- oder Seekrankheit.

Große Herausforderung für die Augen

20 Prozent der Personen, die sich 3D-Filme auf einem Fernsehgerät ansahen, berichteten von Augenbeschwerden, unscharfem Sehen, Schwindelgefühlen und Problemen, sich im Raum zu orientieren. Einige klagten über Wahrnehmungsstörungen wie Doppelbilder sowie Kopfschmerzen oder Übelkeit. Die meisten Probleme waren am nächsten Tag aber wieder verschwunden. Erstaunlich: Vor allem jüngere Menschen zwischen 24 und 34 Jahren hatten Probleme beim 3D-Fernsehen. „Das Betrachten von 3D-Filmen auf dem Fernseher ist eine größere Herausforderung für unsere Augen als im Kino“, betont Kerstin Kruschinski vom Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Mitunter ließen sich Sehprobleme verringern, indem man sich den Film aus einem anderen Betrachtungswinkel ansähe, die Helligkeit des Bildschirms verändere oder flimmernde Leuchtstofflampen im Raum ausschalte. „Wer zu nah vor dem Bildschirm sitzt, erlebt den Film zwar viel intensiver, kann aber auch viel stärkere Sehprobleme bekommen“, so Kruschinski.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Generell rät Kruschinski dazu, die Sehfähigkeit regelmäßig in Vorsorgeuntersuchungen überprüfen zu lassen. Diese werden von den Kassen allerdings im Regelfall nicht übernommen. Mit einer privaten Augenzusatzversicherung kann man sich die Kosten aber ganz oder teilweise ersetzen lassen. „Eine solche Zusatzversicherung sollte Leistungen für augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen enthalten, aber auch Leistungen für Sehhilfen“, rät Susanne Besold von den Ergo Direkt Versicherungen. „Außerdem sollte die Zusatzversicherung eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation unterstützen und bei unfallbedingter Erblindung einspringen.“

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