Sparsam mieten oder kaufen

(djd). Wer heute nach einer Mietwohnung, einem Haus oder einer Eigentumswohnung sucht, für den spielen die Energiekosten seines künftigen Zuhauses eine fast ebenso wichtige Rolle wie Mietpreis, Zustand und Lage. Denn Heizkosten bestimmen entscheidend mit, wie hoch die künftigen Lebenshaltungskosten ausfallen. Da man als Laie den Energiestandard eines Objekts nur schwer beurteilen kann, hat der Gesetzgeber den Energieausweis verpflichtend für alle Immobilienbesitzer eingeführt, die ein Haus oder eine Wohnung verkaufen oder vermieten möchten.

Energieausweis muss vorgelegt werden

„Als Miet- oder Kaufinteressent kann man auf der Vorlage des Energieausweises bestehen“, erklärt Christian Stolte, Bereichsleiter für Energieeffiziente Gebäude bei der Deutschen Energie-Agentur (dena). Der wichtigste Teil des Ausweises ist die Farbskala, die sich von Grün über Gelb nach Rot zieht. Je „grüner“, desto besser. Um künftige Heizkosten zu überschlagen, kann man den Energiebedarf des Gebäudes zu Hilfe nehmen, zu finden neben einem Pfeil oberhalb der Farbskala. Er gibt an, wie viele Kilowattstunden das Haus pro Jahr und Quadratmeter in etwa verbraucht. Als Faustformel kann man je 10 kWh einen Liter Heizöl oder ein Kubikmeter Gas rechnen. Eine 100-Quadratmeter-Wohnung mit einem sehr guten Energiebedarf von 50 kWh je Quadratmeter und Jahr würde also bei einem Heizölpreis von 95 Cent etwa 475 Euro Heizkosten verursachen, stehen 250 kWh pro Quadratmeter und Jahr im Energieausweis, ist bei der gleichen Wohnungsgröße mit etwa 2.500 Euro im Jahr zu rechnen. Mehr Infos sind unter http://www.zukunft-haus.info/energieausweis zu finden.

Werte notieren, Objekte vergleichen

Käufer oder Mieter können darauf bestehen, Einsicht in den Energieausweis zu nehmen, das Recht, eine Kopie vom Besitzer zur Mitnahme einzufordern, haben sie aber nicht. Man sollte sich also vorher darüber informieren, welche Werte aussagekräftig sind und sich diese zum Vergleich mit anderen Objekten notieren. Weigert sich der Besitzer, den Energieausweis für ein Haus vorzulegen, sieht der Gesetzgeber dies als Ordnungswidrigkeit an, die mit einem Bußgeld bedroht ist.

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