Sparmöglichkeiten nicht genutzt

(djd) Veraltete Heizungstechnik gehört zu den größten Bremsen der Energiewende. Denn rund 75 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland sind weit weniger effizient als beim heutigen Stand der Technik möglich. Doch die Sanierungsquote liegt laut VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V. gerade mal bei drei Prozent im Jahr. Rein rechnerisch würde es also weitere 25 Jahre dauern, alle Heizungsanlagen auch nur auf den heutigen Stand der Technik zu bringen.

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Tatsächlich sehen 92 Prozent der Hausbesitzer keinen Anlass für Modernisierungen an ihrer Heizanlage, wenn diese noch störungsfrei funktioniert. Das ergab das „Modernisierungsbarometer“, für welches TNS Emnid im Auftrag der VdZ jährlich rund 1.000 Hausbesitzer in ganz Deutschland befragt. Doch durch die Sparsamkeit an der falschen Stelle verschenken viele Hauseigentümer bares Geld. So weist das die VdZ darauf hin, dass bereits der Austausch der rund 25 Millionen veralteten ungeregelten Heizungspumpen in deutschen Kellern gegen moderne Hocheffizienzpumpen so viel Energie sparen würde, dass dafür vier Kohlekraftwerke oder ein Kernkraftwerk vom Netz genommen werden könnten. Für den Hausbesitzer rechnet sich diese Verbesserung, die der Heizungsfachmann im Rahmen der regelmäßigen Wartung vornehmen kann, bereits nach wenigen Jahren.

Ein Heizungs-Check bringt Klarheit

Der Heizungsfachmann ist auch der richtige Ansprechpartner für einen Heizungs-Check. Adressen von Fachhandwerkern und weitere Infos gibt es auf der Website http://www.intelligent-heizen.info. Als „Anlagenberater“ fürs Eigenheim kann er feststellen, wo sich Verbesserungspotenziale in der vorhandenen Anlage verbergen. Denn oft bringen bereits neue Thermostatventile an den Heizkörpern oder der Hydraulische Abgleich erhebliche Einsparungen. Dazu zeigt der Heizungsfachmann, welche Vorteile eine Komplettmodernisierung gibt bringt, welche Förderprogramme genutzt werden können und wie schnell sich Teil- oder Vollmodernisierungen im Heizungskeller rechnen.

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