Soziales Unternehmertum aus europäischer Perspektive / Internationale Tagung

Sozial- und Gesundheitssysteme haben in den letzten zwei Jahrzehnten in den meisten Industrie- und Transformationsgesellschaften rasante Veränderungen erfahren. Ein transnationaler Dialog über Soziale Unternehmen in diesen Sektoren stößt an erkenntnistheoretische und methodologische Herausforderungen. Was wird in unterschiedlichen europäischen Ländern unter dem Begriff Soziales Unternehmen verstanden? Welche Entwicklung nehmen Soziale Unternehmen in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft in Europa? Welches Potenzial bergen Soziale Unternehmen für den wichtigen Bereich der freien Wohlfahrtspflege und die sozialen Bedarfe der Gesellschaft? Werden sie ihrem innovativen Ruf gerecht? Wie können Wohlfahrtsverbände und Wirtschaftsunternehmen miteinander kooperieren? Wie vergleichen sich die rechtlichen und sozialökonomischen Rahmenbedingungen? Welche Zukunft hat beispielsweise die Gemeinnützigkeit bei Sozialen Unternehmen in Deutschland? An der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) findet vom 27. Februar bis 1. März 2019 eine internationale Tagung mit dem Schwerpunkt „Social Enterprise in Social and Health Services“ statt.

Am Donnerstag, 28. Februar 2019 wird es einen Austausch zwischen Stakeholdern aus Wohlfahrtsverbänden und der Gründerszene in der Sozialen Arbeit und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu folgenden Themen geben: Die Rolle von Sozialunternehmen in der nationalen Wohlfahrtserbringung, die Governance von Sozialunternehmen und ihre Herausforderungen sowie innovative Beiträge von Sozialunternehmen für die Sozial- und Gesundheitssysteme. „In Deutschland stehen wir in der Definition von Sozialen Unternehmen hinter anderen europäischen Ländern zurück. Namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus der freien Wohlfahrtspflege und den Fördereinrichtungen sozialen Unternehmertums in Deutschland werden beim Stakeholder-Austausch am 28. Februar miteinander diskutieren. Wir freuen uns auf den daraus entstehenden Input für den sozialpolitischen Diskurs“, so Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg, Professorin für Sozialökonomik an der Frankfurt UAS und Vorstandsmitglied im internationalen Forschungsnetzwerk EMPOWER-SE (EMES).
Mitdiskutieren werden Vertreter/-innen von: Deutscher Caritasverband e.V., Der Paritätische Gesamtverband, Deutsches Rotes Kreuz, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V., Diakonie Deutschland I Brot für die Welt I Diakonie Katastrophenhilfe, Mission Leben, INTRA Lab, Social Impact Lab Frankfurt, csi Heidelberg, Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V., Gemeinnütziger Verein für Behindertenhilfe Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis e.V.

Das Kompetenzzentrum Soziale Interventionsforschung der Frankfurt UAS führt die wissenschaftliche Tagung in Kooperation mit dem Forschungsnetzwerk EMES durch, das sich aus hochschulischen Forschungszentren und Einzelforscherinnen und -forschern im Bereich Soziale Ökonomie/Sozialunternehmen zusammensetzt. Die Tagung wird unterstützt vom European Cooperation in Science and Technology-Programm (COST) der Europäischen Union (EU).

Termin: Internationale Forschungstagung „Social Enterprise in Social and Health Services“, 27. Februar – 1. März 2019

Stakeholder Panel und Stakeholder Forum, 28. Februar 2019
Ort: Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt, Gebäude 2, 1. Stock, Raum 174, 120-125

Das Kompetenzzentrum Soziale Interventionsforschung (KomSI):
Das Kompetenzzentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, Forschung in der Sozialen Arbeit methodisch und theoretisch weiterzuentwickeln und zu ihrer Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit beizutragen. Erforscht werden unter anderem soziale Herausforderungen wie Armut, Arbeits- und Wohnungslosigkeit, Migration und Flucht, Gewalt, Kriminalität, Radikalisierung sowie die darauf bezogenen Interventionen der Sozialen Arbeit.

Die inhaltliche Stärke des Zentrums liegt in der (kritischen) Erforschung der Institutionen Sozialer Arbeit (Institutionenforschung), der Erforschung der Beziehung zwischen Fachkräften und Klientinnen sowie Klienten (Interaktionsforschung) und in der Erforschung der Professionskultur (Fachkultur- und Habitusforschung).

Ein wichtiges Merkmal der Forschung im Kompetenzzentrum ist ihre Interdisziplinarität, die sozialpolitische, rechtliche, ökonomische sowie pädagogisch-psychologische Kontextbedingungen einbezieht, sowie ihr Anwendungsbezug und der enge Kontakt zur Praxis Sozialer Arbeit. Webseite: www.frankfurt-university.de/KomSI.

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Kompetenzzentrum Soziale Interventionsforschung, Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg, Professorin für Sozialökonomik, Telefon: +49 69 1533-2835, E-Mail: KomSI@fb4.fra-uas.de

Weitere Informationen zur Tagung unter: ; Näheres zu EMES: .

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Frankfurt University of Applied Sciences, Kompetenzzentrum Soziale Interventionsforschung, Prof. Dr. Nicole Göler von Ravensburg, Professorin für Sozialökonomik, Telefon: +49 69 1533-2835, E-Mail: KomSI@fb4.fra-uas.de

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