Sorglose Deutsche

(djd). Was die Gefahr eines Einbruchs anbetrifft, fühlen sich die Deutschen sehr sicher. Im Rahmen einer aktuellen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Nürnberger Versicherung wurden 500 Personen ab 14 Jahren gefragt: „Haben Sie Angst vor einem Einbruch?“ Mit „überhaupt keine Angst“ antworteten 35 Prozent. Die meisten, und das sind 48 Prozent, haben „wenig Angst“, zwölf Prozent haben viel Angst und fünf Prozent sogar „sehr viel Angst“. Doch die Sorglosigkeit, die 83 Prozent der Befragten an den Tag legten, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Einbruchsrisiko in erschreckendem Maße wächst: Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen.

Unterschätztes Risiko

Nach einem kontinuierlichen Rückgang steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche bereits seit 2009 wieder deutlich an. Im Jahr 2011 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik 132.595 Fälle. Das waren schon 9,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch 2012 wurden sogar mehr als 300.000 Einbrüche gemeldet. Damit hat sich die Zahl des Vorjahres verdoppelt. Und es kann jeden treffen. Die Ganoven steigen in Mietwohnungen und Einfamilienhäuser ebenso ein wie in die großzügige Villa.

Dieben das Leben schwer machen

„Bundesweite Initiativen wie die Kampagne K-Einbruch sollen darüber aufklären, wie Einbrechern ihr kriminelles Handwerk möglichst schwer gemacht werden kann“, sagt Peter Meier von der Nürnberger Versicherung. „In Zusammenarbeit mit der Versicherungswirtschaft, den Industrieverbänden und der Polizei gibt es im Internet unter http://www.k-einbruch.de hilfreiche Tipps rund um das Thema Einbruchsprävention.“

Leider können Einbrüche trotz wirksamer Sicherungsmaßnahmen nicht zu 100 Prozent verhindert werden. Die Schäden betragen jährlich rund 600 Millionen Euro. Den ideellen Verlust von persönlichen Schätzen kann zwar keine Versicherung ausgleichen, den finanziellen Schaden jedoch ersetzt die Hausratversicherung. Wichtig ist, dass man nicht unterversichert ist. Deshalb sollte in der Regel pro Quadratmeter Wohnfläche eine Versicherungssumme von mindestens 650 Euro vereinbart werden.

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