Sonnenallergie – wenn Sonnenallergie die Urlaubsstimmung kaputt macht

Sonnenallergie – Sommer, Sonne, Hitzefrei: Was für Sonnenanbeter paradiesisch klingt, steht bei Sonnenallergikern nicht wirklich für Entspannung und Lebensfreude. Denn bereits wenn die ersten Sonnenstrahlen des Hochsommers genossen werden, bilden sich auf der Haut von Betroffenen Pusteln, Quaddeln oder Rötungen. „Mit einem klassischen Sonnenbrand ist Sonnenallergie dabei nicht zu vergleichen", erklärt Dr. Arne Menzdorf von Deutschlands größtem Allergiker-Portal www.myAllergo.de. So reagiere bei einer Sonnenallergie nicht die Haut, sondern das Immunsystem auf die UVA-Strahlen. Da es sich bei der Sonnenallergie darüber hinaus um eine Allergie vom so genannten Spättyp handelt, sind Reaktionen oft nicht sofort zu erkennen.

„Hinter der Bezeichnung Sonnenallergie verbergen sich verschiedene Krankheitstypen", weiß der Fachbiologe. Die polymorphe Lichtdermatos (PLD) ist dabei am häufigsten verbreitet. Beinah 90 Prozent aller Sonnenallergiker leiden unter diesem Typ, wobei etwa zehn bis 20 Prozent regelmäßige Lichtdermatosen bekommen. Diese entstehen, wenn UVA-Licht auf empfindliche Hautpartien trifft, die – beispielsweise am ersten Urlaubstag im heißen Süden nach einem langen Winter im kalten Deutschland – Sonne noch nicht gewohnt sind. Dabei wird eine Immunreaktion in Gang gesetzt, in deren Folge sich entzündliche Quaddeln und Bläschen bilden. Einen genauen Befund kann der Hausarzt mittels einer Photoprovokation, also der gezielten Bestrahlung einer Hautpartie mit UVA-Strahlen erstellen. „Sonnenallergiker sollten sich Zeit geben und ihre empfindliche Haut langsam an die Sonne gewöhnen", empfiehlt Dr. Arne Menzdorf und rät, insbesondere am Anfang, zu langärmeliger, luftiger Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille zu greifen. Lange Spaziergänge in der Sonne sollten vermieden werden.

Die so genannte Mallorca-Akne ist eine bekannte, aber seltene Form der Sonnenallergie. Neben dem übermäßigen Genuss von Sonne kann auch ein Zusammentreffen von Sonnenstrahlen und Kosmetika Symptome auslösen. „Typisch für die Mallorca-Akne sind kleine Akne-artige Knötchen auf der Haut", beschreibt der myAllergo.de-Experte. Sie ermöglichen es dem Hautarzt, den Befund bereits auf Grund der typischen Hautveränderung zu erstellen. Starke Sonneneinstrahlung sollte nach einer Erkrankung an Mallorca-Akne in jedem Fall vermieden werden. Wer empfindlich auf Sonneneinstrahlung reagiert, kann seine Haut im Vorfeld ein wenig vorbereiten: So können ein bis zwei Tage vor dem geplanten Bad in der Sonne Antihistaminika in Form von Säften, Tropfen oder Tabletten eingenommen werden. „Zwei bis vier Wochen vorher kann die Einnahme der Vitamine Nikotinsäureamid und Folsäure unterstützend wirken“, so Menzdorf. Eine präventive Lichttherapie beim Arzt hilft der Haut außerdem, sich langsam an die Sonnenstrahlen zu gewöhnen. (08/2010 pressrelations)

Weitere Informationen unter www.myAllergo.de

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