Sonderforschungsbereich untersucht die Signalübertragung innerhalb von Zellen

In dem SFB, der zunächst für vier Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligt wurde, betreiben die Forscher zwar reine Grundlagenforschung. „Trotzdem werden auch die Auswirkungen der Calcium-Signale auf die Funktion des Gehirns, des Herzens, der sensorischen Systeme und des Immunsystems untersucht“, sagt Jens Rettig. „Perspektivisch sollen die im SFB 894 erarbeiteten Erkenntnisse dazu dienen, Erkrankungen dieser Organe wie zum Beispiel Parkinson und Alzheimer besser zu verstehen und neue Therapieansätze zu eröffnen“, erklärt der Physiologe die langfristige Zielsetzung des Sonderforschungsbereiches.
Jens Rettig und seine Kollegen aus Medizin und Biowissenschaften streben an, den Sonderforschungsbereich über zwölf Jahre an der Saar-Uni zu halten. Das ist die maximale Laufzeit für einen SFB.
Universitätspräsident Volker Linneweber zeigt sich angesichts der zugesagten Unterstützung höchst zufrieden: „Der Sonderforschungsbereich wurde über mehrere Jahre hinweg systematisch vorbereitet. Viele Wissenschaftler, die an dem Projekt mitwirken, haben wir in den vergangenen Jahren auch mit dem Ziel, den Sonderforschungsbereich aufzubauen, berufen. Diese langfristigen Planungen zahlen sich nun aus.“ Denn die Fördersumme für die vier Jahre Laufzeit könnte im günstigsten Fall knapp zwölf Millionen Euro betragen.

Der SFB 894 teilt sich in 16 Teilprojekte und drei Plattformprojekte auf. Teilprojekte sind wissenschaftliche Projekte mit einem oder zwei Projektleitern. Plattformprojekte dagegen haben zwar auch einen oder zwei Leiter, sie stellen aber im Gegensatz zu den Teilprojekten ihre Expertise allen wissenschaftlichen Teilprojekten des SFB zur Verfügung.

Der SFB 894 ist einer von elf neuen Sonderforschungsbereichen, welche die DFG ab Januar 2011 mit insgesamt fast 95 Millionen Euro fördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt dann 238 Sonderforschungsbereiche.

Folgende Fachrichtungen der Saar-Uni arbeiten am Sonderforschungsbereich mit:

– Anatomie und Zellbiologie (ein Teilprojekt)
– Physiologie (sechs Teilprojekte, ein Plattformprojekt)
– Medizinische Biochemie und Molekularbiologie (ein Teilprojekt, ein Plattformprojekt)
– Klinische und Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie (vier Teilprojekte, ein Plattformprojekt)
– Biophysik (drei Teilprojekte)
– Innere Medizin (ein Teilprojekt)

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Jens Rettig
Tel.: (06841) 1626485 (ab 22.11.)
E-Mail: jrettig@uks.eu

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