Sommerakademie für Integrative Medizin 2016 startet in Witten

Zum siebten Mal findet 2016 die Sommerakademie für Integrative Medizin als Forum für Studierende, Auszubildende aller Gesundheitsberufe, junge Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie alle Interessierten statt, die sich mit integrativen und komplementärmedizinischen Fragen praktisch und theoretisch auseinandersetzen. Innerhalb einer Woche lernen die Teilnehmenden verschiedene Medizinsysteme und Therapieansätze kennen. Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr Thementage zu Lehre, Forschung und Praxis. Die Schirmherrschaft und den Eröffnungsvortrag übernimmt der Medizinethiker der Uni Freiburg, Prof. Dr. Giovanni Maio. Tagungsort ist erneut die Universität Witten/Herdecke (UW/H), stattfinden wird die Veranstaltung vom 30. Juli bis zum 6. August.

„Uns geht es darum, die Interdisziplinarität, Interprofessionalität und Methodenvielfalt im Gesundheitssystem zu fördern“, erläutert Dorit Linnenbrügger vom Organisationsteam. „In der Woche wird es darum gehen, Ärzte, Pflegende, Patienten, verschiedene Fachrichtungen, klassische Schulmedizin und Komplementärmedizin in einen Austausch zu bringen. Es geht uns dabei um Vernetzung, ein besonderes Augenmerk wird auf dem Schutz und dem Wohl des Patienten liegen. Insgesamt möchten wir dazu beitragen, die Eigenverantwortlichkeit des Patienten zu stärken und einen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen.“ Erwartet werden über 250 Studierenden und Auszubildenden der verschiedenen Gesundheitsberufe sowie junge Ärztinnen und Ärzte und weitere Beteiligte des Gesundheitssystems. „Entstehen soll ein Raum, um an tragfähigen Perspektiven für die Medizin der Zukunft zu arbeiten, der jedem Teilnehmenden die Möglichkeit gibt, diesen aktiv mitzugestalten“, so Linnenbrügger.

Das diesjährige Leitmotiv der Sommerakademie lautet: „Gesundheitsrevolution?! – Wo wollen wir hin?“ Ziel soll es sein, den Blick über den gewöhnlichen Horizont hinaus zu schulen und die Teilnehmenden zu ermutigen, nachhaltig nach Möglichkeiten einer menschennahen Weiterentwicklung des Gesundheitswesens tätig zu werden.

„In den Curricula und Lehrplänen deutscher Universitäten und Fachschulen fehlen häufig das Erlernen von Empathie und dialogischen Fähigkeiten im Umgang mit Patienten und Kollegen. Ebenso wie die Reflexion des eigenen Handelns, der persönlichen Motivation und der wissenschaftlichen und historischen Grundlagen in den einzelnen Fachgebieten“, sagt Dorit Linnenbrügger. „Das hat Folgen. Denn wie sich die Medizin in Zukunft entwickelt, auf welchen Menschen- und Weltbildern sie fußt und welche Wertvorstellungen darin Raum finden, wird durch Studierende und Auszubildende maßgeblich gestaltet.“

Zum Hintergrund:

„Wofür schlägt dein Herz?“ Unter diesem Motto fand 2010 die erste Sommerakademie für Integrative Medizin der Initiative „Medizin mit Herz und Hand“ auf dem Campus der Universität Witten/Herdecke statt. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin (IBAM) an der UW/H. Vorbild war die Idee des seit einigen Jahren veranstalteten „Falltags für integrative Medizin“, die von Studierenden aufgegriffen und weiterentwickelt wurde.

Weitere Informationen: www.medizinmitherzundhand.de

Über uns:

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.300 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

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