Solarthermieanlage bedarfsgerecht planen

(djd). Die Idee ist bestechend: Die Sonne, die gratis aufs Haus scheint, lässt sich mit Solarkollektoren in Wärme umwandeln und zur Bereitung von warmem Brauchwasser oder zur Unterstützung der Heizung einsetzen. Doch nicht in allen Fällen funktionieren thermische Solaranlagen so, wie ihre Besitzer es erwartet haben. Mit entscheidend ist die richtige Planung der Anlage, wie Dipl.-Ing. Axel Horn, Fachingenieur für Solarthermie, in einem Interview mit der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) berichtet.

Gute Planung rechnet sich

Laut BSB-Interview sind gut geplante Anlagen rentabel, wer staatliche Förderungen beansprucht, kann sogar Amortisationszeiten von unter zehn Jahren erreichen. Bei der Auswahl des Anbieters rät Horn zu vergleichen. Wer pauschal nur ein System anbiete, dessen Fachkompetenz gehe möglicherweise nicht über die technischen Unterlagen eines einzigen Herstellers hinaus. Horn rät zu herstellerneutraler Beratung.

Bafa-Liste für förderbare Anlagen

Bei der Dimensionierung der Kollektorflächen gibt es vor allem zwei Optimierungskriterien: die maximale Wirtschaftlichkeit der Investition oder den maximalen energetischen Spareffekt. Als Daumenwert für die Untergrenze in der Größe nennt Horn in beiden Fällen neun Quadratmeter. Denn kleinere Anlagen schaffen selbst im Sommer nur dann eine Deckung des Warmwasserbedarfs, wenn die Nutzer ihren Verbrauch in sonnenärmeren Phasen einschränken. Neben der Fläche spielen auch Qualität und Leistungsfähigkeit der Kollektoren eine wichtige Rolle. Gute Hinweise gibt die Liste „Förderbare Kollektoren und Solaranlagen“ der Bafa. Die dort aufgeführten Modelle haben das „Solar Keymark“-Zertifikat erfolgreich durchlaufen. Zusätzlich lohnt ein Blick in den Kurzbericht zur Zertifikatsnummer, da sich die Leistungsparameter auch bei den zugelassenen Anlagen zwischen mittelmäßig und hervorragend bewegen können.

Scroll to Top