So isst man gut und gern mit Freunden!

(dtd). Endlich mal wieder mit guten Freunden ausgehen, das verspricht unterhaltsame Stunden. Gute Gespräche, fröhliches Lachen und ein leckeres Essen machen den Abend zum Genuss. Erst einmal muss man sich natürlich überlegen, welches Restaurant das richtige ist. Wenn die Gruppe erfahrungsgemäß sehr lebhaft ist, fühlen sich alle wohler, wenn auch an den anderen Tischen gelacht und gescherzt wird. Hat man hingegen in einem besonders ruhigen Lokal das Gefühl, zu laut zu sein und vielleicht sogar aufzufallen, dann ist der Abend am Ende oft nur halb so schön. Das Restaurant sollte also auch zum Temperament der Gruppe passen.

Zur Unterhaltung trägt sicher bei, wenn man gemeinsam ein neues Restaurant probiert. Exotische Erlebnisse wie ein traditionelles Essen beim Mongolen oder die neue molekulare Küche sind meist interessante Experimente. Zumindest wenn sich der Freundeskreis einig ist und alle Lust auf kulinarische Neuheiten haben. Schön kann auch ein kompletter Themenabend sein. So kann man zum Beispiel am frühen Abend zum Bowling gehen oder im Kino einen typischen US-Film sehen und anschließend stilecht ein amerikanisches Barbecue genießen. Oder man entscheidet sich für eine zünftige Radtour, die man am Abend mit einem ebenso zünftigen Essen im Biergarten krönt. Andere vereinen das Event gleich mit dem Dinner und besuchen ein Krimidinner oder speisen zu einem musikalischen Programm.

Die Kleiderfrage löst sich in solchen Fällen oft ganz von allein. Nach der Radtour fühlen sich alle in ihrer sportlichen Kleidung auch im Biergarten rundum wohl. Und vom Bowling geht man im sportlichen Look ja auch lieber in ein Restaurant mit legerem Touch. Will man allerdings ein gehobenes Restaurant besuchen, dann sollte man sich schon ein paar Gedanken über die Kleiderwahl machen. Die Dame kommt im schicken Hosenanzug, im schönen Kleid oder auch in einer exklusiven Abendjeans. Die Herren entscheiden sich für einen Anzug. Das kann gern ein moderner Designeranzug sein oder eine Kombination aus beispielsweise marineblauer Jacke und einer hellen grauen Hose. Während im Winter der dunkle Anzug vorgezogen wird, darf es im Sommer auch ein hellerer Farbton sein. Auf grell gemusterte Hemden hingegen sollte man tunlichst verzichten.

Auch wenn die Kleiderordnung noch immer nach Damen und Herren trennt, sind die Damen im Restaurant ansonsten gleichberechtigt. Sie bestellen heute Speisen und Getränke selbst, probieren den Wein und zahlen auch für den Herrn. Die Dame darf bei Tisch sogar die Lippen mit dem Lippenstift nachziehen. Mehr aber auch nicht, denn alles andere – eine Puderdose zum Beispiel – kann dazu führen, dass sie sich oder andere beschmutzt.

Wenn das Essen eine Image-Frage ist
Beim Geschäftsessen müssen Gastgeber und Gäste viele Details beachten

(dtd). Für ein Geschäftsessen gibt es drei wichtige Grundregeln. Die erste lautet: Keine Experimente. Mit Geschäftspartnern besucht man am besten nur Lokale, von deren Qualität man überzeugt ist. Wenn es sich – etwa aufgrund besonderer Wünsche der Gäste – nicht vermeiden lässt, ein Lokal aufzusuchen, mit dem man bisher noch keine Erfahrungen machen konnte, ist Vorsicht geboten. Sicherheitshalber sollte man dort vor dem eigentlichen Termin erst einmal allein speisen, um festzustellen, ob Essen, Service und Ambiente zufriedenstellend sind.

Die zweite Grundregel heißt: „Wähle ein Lokal, in dem jeder nach seiner Fasson glücklich werden kann.“ Das ist allerdings gar nicht so einfach, wenn man vorher nicht weiß, ob unter den Gästen Vegetarier, Steakfans oder Anhänger der Vollwertküche vertreten sind. Wenn Menschen mit möglicherweise sehr unterschiedlichen Essgewohnheiten an einem Tisch glücklich werden sollen, entscheidet man sich besser nicht dafür, beim Edeljapaner Sushi zu essen. Geschickter ist es, ein Restaurant mit einer möglichst breiten Palette an Speisen zu wählen. Dort stehen die Chancen, dass jeder den für ihn passenden Gaumenschmaus findet, gleich viel höher. Eine gute Idee ist es, die Sekretärinnen der Eingeladenen vorab diskret zu fragen, auf welche Essgewohnheiten man Rücksicht nehmen sollte.

Wer dann noch Regel Nummer drei beherzigt, hat schon sehr viel für den Erfolg des Geschäftsessens getan. Diese Regel lautet, dass das Restaurant – wie die Kleidung auf einer Feier – zum Niveau des Anlasses passen sollte. In dieser Frage können grobe Schnitzer für Peinlichkeit sorgen. Eine kluge Auswahl des Restaurants hingegen kann die Atmosphäre des Geschäftsessens sehr positiv beeinflussen. Ein Edelrestaurant kann bei Geschäftspartnern, die dieses Umfeld nicht gewohnt sind, für Beklemmungen sorgen, während ein zu einfaches Lokal den Gästen suggeriert, dass sie als weniger wichtig eingestuft werden. Ein wenig Fingerspitzengefühl sollte man in die Wahl des Restaurants daher einfließen lassen.

Wie gut, wenn man seinen Knigge kennt
Wer sich auskennt und einwandfrei benehmen kann, fällt positiv auf

(dtd). Das gute Benehmen fängt bei Tisch schon vor dem Essen an. Damit wartet man nämlich solange, bis allen Gäste ihre Mahlzeit serviert wurde. Genauso ist es mit dem Trinken. Vor dem ersten Schluck haben alle Gäste ihr Getränk erhalten und prosten einander freundlich zu. Ein Nicken mit dem Kopf und ein Lächeln reichen vollkommen aus. Wichtig ist auch eine unverkrampfte, aber gerade Sitzhaltung. Die Hände gehören während es Essens auf und nicht unter die Tischplatte, man sitzt relativ dicht am Tisch, beugt beim Essen den Kopf nicht vor und stützt ihn auch nicht mit den Händen ab.

Wurde der Tisch für mehrere Gänge gedeckt, liegt das zuerst benötigte Besteck ganz außen. Deshalb nimmt man erst das äußere Besteck und später das innen liegende. Mit jedem Gang wird in guten Restaurants auch das Bestck abgeräumt. Hat man den Teller leergegessen, wünscht aber einen Nachservice, dann legt man sein Besteck gekreuzt über den Teller. Ist man fertig, legt man Messer und Gabel so auf die rechte Seite des Tellers, dass sie parallel zueinander liegen. Das Servicepersonal weiß dann, dass man von diesem Gang nicht mehr essen möchte. Die Serviette wird übrigens nie auf, sondern immer neben dem Teller abgelegt.

Große Unsicherheit gibt es immer bei Speisen, von denen vermutet wird, dass sie mit den Fingern gegessen werden. Ein Tipp: Wenn Fingerschalen mit Wasser und Zitronenspalte gereicht werden, dann kann man den Schluss ziehen, dass dieser Gang ohne Besteck genossen wird. Das ist beispielsweise bei ganzen Artischocken der Fall. Deren Blätter – aber nicht der Boden – werden mit den Fingern abgezupft und zum Mund geführt. Ein anderer Problemfall ist der Spargel: Er darf ebenfalls ohne Besteck gegessen werden. Appetitlich aussehen wird das allerdings nicht. Deswegen – und weil Messer heutzutage durch Spargel nicht mehr oxydieren, greift man lieber zu Messer und Gabel.

Wer eine Rede halten möchte, klopft nicht mit dem Löffel an sein Glas, um sich Gehör zu verschaffen. Es reicht vollkommen aus, wenn man aufsteht und mit deutlicher Stimme zu sprechen beginnt. Wer am Ende als Gastgeber für eine größere Gruppe zahlt, sollte das übrigens lieber nicht am Tisch tun. Das Trinkgeld von einem zufriedenen Gast beträgt zwischen fünf und zehn Prozent. War man allerdings mit dem Service wirklich unzufrieden, kann man auch darauf verzichten, das Personal mit Trinkgeld zu bedenken.

Richtig reservieren
So kommt jeder zu seinem Recht

(dtd). Schon bei der Reservierung des Tisches kann man die Weichen für einen angenehmen Abend stellen. Erst einmal muss man natürlich angeben, für wie viele Personen reserviert wird. Wer sich nicht ganz sicher ist, wie viele Personen kommen werden, sollte nicht einfach irgendeine Zahl nennen, sondern dem Gastronomen die Mindest- und Maximalzahl sagen. Besonders angenehm ist es für die Gäste und für das Personal, wenn schon bei der Reservierung über Extra-Wünsche informiert wird. Vegetarier und Menschen mit Unverträglichkeiten haben zum Beispiel besondere Bedürfnisse, die beachtet werden sollten.

Andere Gäste brauchen ein wenig mehr Platz, weil sie einen Kinderwagen, einen Rollator oder einen Hund dabei haben. Auch in diesen Fällen ist es für alle Beteiligten hilfreich, wenn diese Information so rechtzeitig weitergegeben wird, dass man sie noch berücksichtigen kann.

Bei größeren Gruppen kann es sehr hilfreich sein, wenn auch die Speisen schon bei der Reservierung bestellt werden – was aber einen hohen organisatorischen Aufwand verursacht. Für Gruppen, die à la carte essen, aber zugleich die Wartezeiten verkürzen möchten, ist es aber oft sinnvoll, nach einer reduzierten Speisekarte zu fragen. Dann ist die Auswahl nicht so groß, aber die Wartezeit verkürzt sich.

Scroll to Top