So frühstücken Studierende

Drei Ökotrophologie-Studentinnen der Fachhochschule Osnabrück bearbeiteten unter der Leitung von Prof. Dr. Maria-Elisabeth Herrmann ein Projekt zum Thema "Studentisches Frühstücksverhalten". Für Christiane Erxleben, Laura Funk und Nadine Menkens war es die erste große Untersuchung, die sie durchgeführt haben.

"Wir fanden es spannend das Frühstückverhalten von Studenten zu untersuchen. Am Beginn dachten wir, dass sich ihr Frühstucksverhalten mit dem Auszug aus dem Elternhaus auch maßgeblich ändert", erläutert Christiane Erxleben. In Deutschland hat die wichtigste Mahlzeit des Tages in den letzten Jahren an Bedeutung verloren. Ob das auch bei der Gruppe der Studierenden der Fall ist untersuchten die drei angehenden Ernährungswissenschaftlerinnen. Dazu befragten sie 130 Kommilitonen zu ihrem morgendlichen Essverhalten.

Das Ergebnis war für die drei Ökotrophologinnen überraschend:
Die Mehrheit der Befragten änderte mit Aufnahme des Studiums ihr Frühstücksverhalten nicht. "Nur 38 Prozent der Studierenden frühstückten mehr oder weniger regelmäßig als vorher", erklärt Nadine Menkens. Aber bei 75 Prozent von dieser Gruppe hat sich das Frühstücksverhalten zum Negativen geändert. Die Gründe hierfür sind vor allem Zeitmangel oder Bequemlichkeit. "Und wenn man auf das Frühstück erst einmal verzichtet hat, gleicht man die fehlende Mahlzeit über den Tag verteilt oft durch unbewusstes und unregelmäßiges Essen aus", erläutert Laura Funk.

Nahrungsaufnahme und geselliges Beisammensein sind laut den Befragten eng miteinander verknüpft. Einige Studierende gaben an ihr Frühstück auf Grund der fehlenden Gesellschaft zu verkürzen. 9,5 Prozent der befragten Kommilitonen haben ihr Essverhalten positiv geändert. Das mag wohl daran liegen, dass sich unter den Befragten auch Ökotrophologen befunden haben – und die beschäftigen sich im Studium täglich mit dem Thema gesunde Ernährung.
"Seit unserem Studium achten wir auch mehr darauf, was wir essen. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung hat 10 Regeln für eine ausgewogene Ernährung aufgestellt. Aber auch wenn man die kennt und sich bewusst ist, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist, beachtet man die nicht immer. Auch wir nehmen uns manchmal leider nicht genug Zeit für die erste Mahlzeit des Tages", gesteht Laura Funk. Die Ergebnisse der Studie lassen natürlich keine repräsentativen Schlüsse auf das Frühstücksverhalten aller Studierenden in Deutschland zu. Aber die Untersuchung der drei Studentinnen ist ein kleiner Beitrag, das Essverhalten von Studierenden insgesamt wissenschaftlich zu analysieren.
(idw, 03/2010)

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