So bleibt der Keller trocken

(djd). Wer ein Haus baut, steht auch vor der Frage, ob er einen Keller einplant oder nicht. Denn Kosten und Aufwand dafür sind erheblich. Gerade in Ballungsräumen aber ist Fläche teuer – ein Keller bietet eine wertvolle Erweiterung des Wohnraums ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. Wie das Untergeschoss genutzt werden soll, hat Einfluss auf die Anforderungen an seine bauliche Ausführung. „Raumkonzept und geplante Nutzung des Kellers sollten frühzeitig in die Planung einfließen“, rät Diplom-Ingenieur Torsten Matthäus, unabhängiger Bauherrenberater bei der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB).

Das Baugrundgutachten als Planungsbasis

Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Untergeschoss sei, so Matthäus, ein Baugrundgutachten. Es gebe Auskunft über wichtige Daten für die statische Berechnung und die Dimensionierung der Kellerwände, etwa über die Höhe des Grundwasserspiegels und die Tragfähigkeit des Untergrunds. „Ist eine natürliche Entwässerung übers öffentliche Abwassernetz nicht möglich, muss unter Umständen eine Schmutzwasser-Hebeanlage eingebaut werden“, so Matthäus. Aufgrund zunehmender Starkregenereignisse sei es nicht nur in Lagen mit feuchtem Erdreich oder hohem Grundwasserspiegel sinnvoll, den Keller und seine Abdichtung als wasserdichte Konstruktion zu errichten. Zu beachten seien dabei auch Lichtschächte und Durchführungen für Rohre oder Medienleitungen. „Denn oft genug kommt es in an sich dichten Kellern zu Wassereinbrüchen, wenn diese Schwachstellen nicht ausreichend beachtet wurden“, sagt der Experte.

Gut gedämmt, vielseitig nutzbar

Eine komplette und ausreichend dimensionierte Wärmedämmung ist die beste Voraussetzung, um für die Kellerräume eine möglichst vielseitige Nutzung nicht nur als Lagerraum, sondern auch für Wohnzwecke, Hobbys oder für Gäste offenzuhalten. Zudem spielt auch das unterste Stockwerk im energetischen Gesamtkonzept des Hauses eine wichtige Rolle und ist auch bei der Beantragung von KfW-Fördergeldern für energieeffizientes Bauen und Modernisieren zu berücksichtigen. Weitere Informationen gibt es unter http://www.bsb-ev.de im Internet.

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