Silber-Zertifikat der „Aktion Saubere Hände“ bestätigt hohe Qualitätsstandards in der Händehygiene

„Schneller kann man Silber nicht erreichen“, freut sich die Leiterin der Sektion Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum, Professorin Heike von Baum. „Möglich ist dies durch unsere großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich mit großer Sorgfalt die korrekte Händedesinfektion anwenden.“
Für die Zertifizierung erfasst das Team der Krankenhaushygiene regelmäßig verschiedene Kennzahlen, wie zum Beispiel die Anzahl der Handdesinfektionsspender und den Verbrauch von Desinfektionsmitteln auf den Stationen.
Um die Anforderungen für Silber zu erfüllen, hat das Team um Prof. von Baum zusätzlich zu diesen bereits etablierten Erhebungen über 2000 Compliance-Beobachtungen auf allen Intensivstationen sowie auf sechs weiteren Normalstationen durchgeführt. Bei diesen Beobachtungen werden die pflegerischen und ärztlichen Mitarbeiter*innen bei der Durchführung der Händedesinfektion einmal jährlich begleitet und bewertet.

Weiterhin wurde eine Lenkungsgruppe eingerichtet, die die Aktivitäten zur korrekten Händehygiene koordiniert und sich auch neue Möglichkeiten überlegt, wie die Compliance weiter verbessert werden kann. „Künftig werden wir auch Schulungen anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse und den Arbeitsalltag bestimmter Berufsgruppen zugeschnitten sind, zum Beispiel von Physiotherapeut*innen“, berichtet von Baum.
Regelmäßig führt das Team der Krankenhaushygiene weitere Schulungen oder auch Aktionstage durch, bei denen Mitarbeiter*innen, Patient*innen und Besucher*innen bei der korrekten Händedesinfektion angeleitet werden. Im September 2018 machte zum Beispiel das „Aktion Saubere Hände“-Mobil einen Tag lang Station am Uniklinikum. Dort konnten die Mitarbeiter*innen an den verschiedenen Lernstationen ausgiebig ihr Wissen rund um das Thema Händehygiene testen und erweitern.

„Mit der Teilnahme an der freiwilligen Aktion Saubere Hände möchten wir nicht nur hier vor Ort, sondern bundesweit sichtbar machen, welch hohen Stellenwert die Hygiene bei uns am Klinikum einnimmt“, sagt Professor Udo X. Kaisers, Leitender Ärztlicher Direktor des Klinikums. „Das Silber-Zertifikat belohnt die kontinuierlichen Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die korrekte Händedesinfektion auf hohem Niveau sicherzustellen und dadurch die Sicherheit unserer Patienten zu gewährleisten.“

„Teamwork ist das A und O in der Hygiene“, betont Prof. von Baum. „Händehygiene kann nur funktionieren, wenn alle mitmachen: Das gesamte medizinische Personal, aber auch Patient*innen und Angehörige.“ Für eine gute Hygiene im Klinikum ist es wichtig, dass sich nicht nur die Mitarbeiter*innen an die Vorgaben halten, sondern auch die Patient*innen und ihre Besucher*innen sollten sich aktiv beteiligen und sich idealerweise die 5 Momente merken, in denen eine Handdesinfektion sinnvoll ist: Vor Betreten des Patientenzimmers – Beim Verlassen des Patientenzimmers – Vor dem Essen – Nach dem Toilettengang – Vor und nach dem Berühren von Schleimhäuten und Wunden. Eine richtig durchgeführte Händedesinfektion ist der beste Schutz vor ungewollter Übertragung von Krankheitserregern, die vor allem für chronisch kranke und immungeschwächte Patienten zur Bedrohung werden können.

Das Silber-Zertifikat ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu Gold. Dieser Prozess wird jedoch rund zwei Jahre Zeit in Anspruch nehmen, da die wertvollste Auszeichnung der „Aktion Saubere Hände“ voraussetzt, dass die Maßnahmen zur korrekten Händehygiene über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden.

Über die „Aktion Saubere Hände“
Die „Aktion Saubere Hände“ ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Sie wurde am 1. Januar 2008, mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. ins Leben gerufen. Die Teilnahme ist freiwillig.

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