Sicherheit hat Vorrang

(dmd-k). Sie gehören zum Bild der deutschen Autobahnen wie Raststätten und blaue Ausfahrtsbeschilderungen: die Leitplanken. Zugleich sind die Stahlschutzsysteme buchstäblich überlebenswichtig. Über 3.900 Menschen sind laut Aussage des Statistischen Bundesamtes 2011 im Straßenverkehr ums Leben gekommen – 9,4 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Tagtäglich ereignen sich gerade auf den Autobahnen hunderte Unfälle, bei denen die Leitplanken Schlimmeres verhindern. Aufhorchen lässt jedoch der immer stärkere Abbau des Schutzes aus Stahl. Ersetzt wird er meist durch starre Betonwände – eine Entwicklung, gegen die sich das bundesweite Bündnis „Die Sicherheit an Deiner Seite“ nun einsetzt.

Nachgeben ist besser

Denn nach Aussage der Initiative bieten die Stahlschutzplanken, wie Leitplanken auch genannt werden, einen entscheidenden Vorteil: Sie geben nach und mindern so die Wucht des Anpralls. Sie wirken wie ein Kissen und retten auf diese Weise Leben. Insbesondere für Insassen von Pkw kann dieser Unterschied im Falle eines Falles entscheidend sein. Weil Nachgeben besser ist als Hartbleiben, setzt sich das Bündnis dafür ein, Leitplanken weiterhin an Autobahnen und Straßen in Betrieb zu lassen. Der Aussage, Betonwände seien kostengünstiger, widerspricht das Aktionsbündnis deutlich.

Leitplanken erhalten

Das Argument, nur starre Betonwände könnten einen Durchbruch von schweren Lkw im Mittelstreifen von Autobahnen verhindern, zieht das Bündnis ebenso in Zweifel. So habe es bislang noch keinen Durchbruch an einem modernen Stahlschutzplankensystem wie etwa dem sogenannten Super-Rail gegeben. Dagegen komme es bei starren Betonwänden schon einmal zu einem Aufsteigen und „Überrollen“ der Einrichtung. „Wir wollen aufklären, warum Stahlschutzplanken mit RAL-Gütezeichen auf deutschen Straßen so wichtig für die Sicherheit sind. Dabei wollen wir die Entscheider von Straßenbaumaßnahmen und alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen erreichen“, sagt Volker Goergen, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Stahlschutzplanken. Mehr Informationen sind unter http://www.ratgeber-verkehrssicherheit.de nachzulesen.

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