Sicher durch den Sommer

(djd). E-Bikes, die mit einem eingebauten Elektromotor die eigene Muskelkraft unterstützen, werden immer beliebter: Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) lassen sich bereits weit mehr als eine Million Bundesbürger auf diese Weise helfen.

Was aber passiert bei einem Unfall mit einem Pedelec? Zahlt die private Haftpflicht dann genauso wie einem Unfall mit einem „normalen“ Fahrrad? „E-Bikes bis 25 km/h werden von allen großen Versicherern wie nicht motorisierte Fahrräder behandelt und sind deshalb im Deckungsumfang der privaten Haftpflicht enthalten“, erläutert Edgar Schmitt von den Ergo Direkt Versicherungen. Dies gelte auch für Modelle, die eine Anfahrhilfe haben, mit der sie eigenständig bis auf 6 km/h beschleunigen können, ohne dass der Fahrer in die Pedale tritt. Anders die Situation bei einem S-Pedelec, das bis zu 45 km/h schnell werden kann: „Für diese Räder benötigt man wie bei einem Mofa ein Versicherungskennzeichen“, so Schmitt.

Generell ist für jeden, der mit dem Fahrrad unterwegs ist, eine private Haftpflicht unverzichtbar. Denn laut BGB kann jeder für Schäden, die er verursacht, in unbegrenzter Höhe haftbar gemacht werden. „Wird bei einem Unfall jemand so schwer verletzt, dass er lebenslang nicht mehr arbeiten kann oder pflegebedürftig wird, kann dies für den Verursacher sogar den finanziellen Ruin bedeuten“, warnt Edgar Schmitt.

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