Sicher auf Tour: Tipps für Rennradfahrer

Rennradfahrer

Sommerzeit ist Rennradzeit. Auf keinem anderen Gefährt ziehen Wälder, Wiesen und Berge so eindrucksvoll an einem vorbei. Doch das freie Fahrgefühl hat auch seine Tücken. Ein falscher Tritt, ein unachtsamer Moment, ein Kontrollverlust – schon droht der Sturz. Doch das muss nicht sein. Mit diesen Tipps fahren Einsteiger auf der sicheren Seite.

Keine Kompromisse bei der Ausrüstung

Während beim Joggen Laufschuhe und Sporthose reichen, braucht es beim Rennradfahren eine umfassende Schutzausrüstung. Unbedingt mit auf Tour müssen:

  • ein professioneller Sturzhelm, der Kopf und Ohren vollständig verdeckt
  • eine Fahrradbrille zum Schutz gegen Insekten, Feuchtigkeit und starken Fahrtwind
  • eine Fahrradhose mit gepolstertem Gesäß (speziell für längere Touren empfehlenswert)
  • Rennradschuhe für die Klickpedale (Cleats)
  • Pulsmesser
  • Fahrradtacho
  • ein SOS-Kit: kleiner Werkzeugkoffer für den Notfall
  • eine solide Halterung für die Trinkflasche

Unfallversicherung: Im Ernstfall gut geschützt

Fahrradfahrer haben es im Straßenverkehr nicht immer leicht. Trotz Schlussleuchte und Reflektoren werden sie schnell übersehen. Allein im ersten Halbjahr 2019 kamen auf Deutschlands Straßen rund 158 Radfahrer ums Leben. Das sind ganze 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Umso mehr zahlt sich auf dem Rennradsattel eine zuverlässige Unfallversicherung aus. Egal ob bei Sach- oder Personenschäden – im Falle eines Verkehrsunfalls bleibt der Radfahrer nicht allein auf den finanziellen Folgen sitzen.

Die Schaltung, das Herzstück des Rennrads

Rennräder zeichnen sich durch ihre Kompaktkurbel aus. Diese setzt sich an der Vorderseite aus zwei Kettenblättern zusammen und an der Hinterseite aus zehn sogenannten Ritzeln. Bei der Kettenabstufung raten Fahrradexperten zu 50 und 35 Zähnen.

Rennradtraining vor der großen Tour

Die größte Hürde beim Rennradfahren sind die Klickpedale. Fuß und Rad sind unterwegs miteinander verbunden, iele Fahrer müssen sich aber erst an diese neue Kombination gewöhnen. Genauso gewöhnungsbedürftig ist die ungewohnte Kurvenlage. Da der Lenker unter dem Sattel platziert ist, fährt sich das Rennrad anders als ein herkömmliches City-Bike. Automatisch lehnt sich der Fahrer weiter in die Kurve hinein. Mit fleißigem Rennradtraining aber eignet sich der Anfänger bald eine gesunde Sitzposition auf dem Fahrradsattel an und beugt so lästigen Rückenschmerzen vor.

Das ideale Trainingsgelände ist ein ruhiger Parkplatz am Stadtrand, ein verlassenes Fabrikgelände oder ein abgelegenes Waldgebiet. Bestenfalls handelt es sich um ein weitläufiges, kurviges Gelände, auf dem der Anfänger ungestört die Kurvenlage einstudieren kann.

Mit einer Trainingsstunde pro Woche aber ist die Eingewöhnungsphase noch nicht beendet. Mindestens zwei- bis dreimal pro Woche sind empfohlen. Das tut auch dem Gesäß gut. Je öfter der Fahrer auf dem Sattel sitzt, desto weniger schmerzt die nächste Fahrt.

Rennräder mit Beleuchtung – überflüssig oder unverzichtbar?

Die Beleuchtungsfrage will im Rennradsport kein Ende nehmen. Gerade Anfänger sind sich ihrer Sache oft nicht sicher. Dabei gilt in Deutschland eine einfache Sonderregelung: Rennräder, die unter elf Kilogramm auf die Waage bringen, sind gesetzlich nicht zu einer fest installierten Beleuchtungsanlage verpflichtet. Stattdessen soll der Fahrer batteriebetriebene Front- und Schlusslichter mit sich führen.

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