Serviceangebot für Neurologen erweitert

„Wir hoffen, Neurologen damit ein gutes ‚Rund-um-Paket‘ für den Praxis- und Klinikalltag an die Hand zu geben“, erklärt Prof. Dr. Heinz Wiendl, Vorstandssprecher des KKNMS. In die App wurden aus dem „Kleinen Leitfaden für Neurologen“ die SOP zur MS-Erstdiagnose und die Behinderungsskala nach Kurtzke (EDSS) übernommen. Die Berechnung des EDSS erfolgt nach Eingabe von Mobilität und Bestimmung der Schweregrade in einzelnen funktionellen Systemen automatisch. Bei den Handbüchern zu Fingolimod und Natalizumab sind die jeweiligen Workflowtabellen Kern der interaktiven Umsetzung. „Großer Vorteil der digitalen Anwendung ist, dass Neurologen durch Vorauswahl der Kriterien, die auf ihren Patienten zutreffen, direkt zu den entsprechenden Untersuchungen geführt werden, die vor, während oder nach einer Therapie mit den beiden Medikamenten durchzuführen sind“, meint Wiendl. „Außerdem sind wir zukünftig schneller in der Lage, auf aktuelle Entscheidungen der Zulassungsbehörden zu reagieren und daraus resultierende Änderungen in unsere App einzuarbeiten.“ Die drei Handbücher zu Mitoxantron, zur Schubtherapie und zur Therapie in Spezialsituationen sollen zügig in das Programm integriert werden.

Anhänger des gedruckten Wortes werden aber weiterhin mit den Broschüren arbeiten können. So sind auch die beiden Qualitätshandbücher zu Fingolimod und Natalizumab zum Kongress aktualisiert und ebenso wie die neuen Broschüren mit der DGN, dem Berufsverband für Neurologen bzw. Nervenärzte (BDN/BVDN) und der Patientenorganisation DMSG abgestimmt worden. „Wir sind froh, alle wichtigen Partner bei diesen Abstimmungsprozessen mit im Boot zu haben – nur so können wir Standards in der Anwendung und Sicherung von Qualitätskriterien in der MS-Patientenversorgung sicherstellen“, sagt Wiendl abschließend.

Alle Qualitätshandbücher können nach dem DGN-Kongress über die Geschäftsstelle des KKNMS bestellt werden.

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