Senioren: Proteine für die Muskeln

(djd). In der Jugend baut der Körper auf, im Alter wieder ab. Das ist ein ganz normaler Prozess, der zum Beispiel auch die Muskeln betrifft. So verlieren selbst gesunde Menschen etwa ab dem 50. Lebensjahr jedes Jahr ein bis zwei Prozent ihrer Muskelmasse. Solange man dabei fit ist, muss das kein Problem sein. Doch wenn der Schwund zu deutlichen Einschränkungen bei Kraft und Mobilität führt, bekommt er Krankheitswert. Man spricht dann von einer Sarkopenie, was aus dem Griechischen kommt und „Fleischmangel“ bedeutet. Sie äußert sich zum Beispiel in Gangunsicherheit, erhöhtem Sturzrisiko und Schwierigkeiten beim festen Zugreifen. Damit nimmt die Fähigkeit, allein den Alltag zu bewältigen, oft rapide ab.

Ganz wichtig: hochwertiges Eiweiß

Die Ursachen für die Entwicklung einer Sarkopenie sind vielfältig. Neben dem altersüblichen Abbau spielen oft Bewegungsarmut und Mangelernährung eine wichtige Rolle. Denn aus Appetitmangel, wegen des nachlassenden Geschmackssinns und fehlender Gesellschaft essen viele Senioren zu wenig und zu ungesund. Für den Aufbau und Erhalt der Muskeln wird aber hochwertiges Eiweiß benötigt, insbesondere essentielle Aminosäuren wie Leucin. Diese sind etwa in Milch und Milchprodukten nicht nur reichlich, sondern auch in gut verdaulicher und leicht zu kauender Form enthalten. Auch Vitamin D, das ebenfalls eine wichtige Rolle im Knochen- und Muskelstoffwechsel spielt, steckt in Milch. Leckere Rezepte rund um die Milch gibt es unter http://www.karlotta-unterwegs.de, der Website der EU-geförderten Kampagne zur Steigerung des Milchverzehrs.

In Bewegung bleiben

Ebenso wichtig wie eine ausreichende Ernährung mit viel Eiweiß ist regelmäßiges Training. Denn bei Bewegungsmangel bauen die Muskeln noch schneller ab – was wiederum Aktivitäten noch schwieriger macht und in eine fatale Abwärtsspirale führt. Ausdauer- und Krafttraining stabilisieren die Muskelmasse, und auch im Alltag sollten Senioren möglichst agil bleiben: Treppen steigen, spazieren gehen oder im Garten werkeln hält fit. Kegeln oder tanzen machen noch dazu richtig Laune.

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