Seltene Motorräder in prachtvoller Renaissancekulisse

(djd). Sie thronen geheimnisvoll auf Felsen oder liegen malerisch inmitten idyllischer Täler. Das Erzgebirge zählt nicht nur zu den schönsten Naturlandschaften in Deutschland, sondern beeindruckt auch mit einer Fülle an sagenumwobenen Burgen und romantischen Schlössern. Eines von ihnen ist Schloss Augustusburg, das im 16. Jahrhundert als Jagd- und Sommerresidenz auf einem Bergkegel nahe Chemnitz von Kurfürst August von Sachsen errichtet wurde. Als Ausflugsziel ist die sogenannte „Krone des Erzgebirges“ für Familien und Kunstinteressierte ebenso interessant wie für Entdecker und Motorradliebhaber. Denn neben einer geschichtsträchtigen Atmosphäre und dem weiten Blick über die sanften Hügel des Umlandes imponiert das Schloss mit fünf sehenswerten Museen und Ausstellungen, die für jeden das Passsende bieten. Alle Informationen dazu gibt es unter http://www.die-sehenswerten-drei.de nachzulesen.

Eine der umfangreichsten Motorradsammlungen Europas

Mit einer der umfangreichsten Motorradsammlungen Europas ist das Schloss eine beliebte Adresse für Biker. Inmitten der prachtvollen Renaissancekulisse des 16. Jahrhunderts können sich Besucher auf 175 erstklassig restaurierte Motorräder von 1885 bis heute freuen. Originalfilm-Aufnahmen, multimediale Stationen sowie Sound- und Spielsimulatoren lassen die technische Entwicklung des Zweirads lebendig werden. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Motorradbau der Motorradfirmen DKW, Auto Union und MZ, die ganz in der Nähe in Zschopau produzierten. Als „Schloss der Biker“ lockt Schloss Augustusburg zudem mit interessanten Veranstaltungen für Motorradfreunde, wie etwa der „Schlösser- und Burgenfahrt für Oldtimer“. Und dank seiner exponierten geografischen Lage lassen sich von hier aus bestens Motorradtouren durch das landschaftlich reizvolle Erzgebirge, nach Dresden oder in das nahe gelegene Böhmen unternehmen.

Von Kutschen und Foltermethoden

Einblicke in eine etwas langsamere und auch beschwerlichere Art des Reisens gewährt Besuchern das Kutschenmuseum, während im Schlosskerker das Gruseln angesagt ist: Anschaulich präsentiert dort eine Ausstellung Foltermethoden und Folterwerkzeuge des Mittelalters. Wer mehr über die Schlossgeschichte erfahren will, sollte an einer der regelmäßig stattfindenden Führungen teilnehmen. Während des Rundgangs können Gäste nicht nur einen Blick in die sogenannte „Affenstube“ – einem restaurierten kurfürstlichen Wohnraum – werfen, sondern in der Schlosskirche auch das von Lucas Cranach dem Jüngeren gemalte Altarbild von Nahem betrachten. Auch die Besichtigung des Brunnenhauses mit dem 130,6 Meter tiefen Schlossbrunnen, aus dem bis heute Wasser geschöpft werden kann, ist inbegriffen. Der Venussaal – Mittelpunkt der Ausstellung zur Jagd- und Schlossgeschichte zu Renaissancezeiten – versetzt Besucher mit seiner einzigartigen Wandmalerei aus dem 16. Jahrhundert mitten in den Venusberg aus der Tannhäuser-Sage.

Flugkünste majestätischer Adler

Besucher, die sich für die Tierwelt des Erzgebirges interessieren, finden im Jagdtier- und Vogelkundemuseum rund 120 im eigenen Haus hergestellte Tierpräparate. Ein anschließender Besuch der Falknerei dürfte vor allem kleinen Gästen gefallen. Denn die Flugvorführungen von Wüstenbussarden oder gewaltigen Adlern mit über 2,5 Metern Flügelspannweite sind ein beeindruckendes Naturerlebnis. Wer noch etwas länger in dem Renaissanceschloss weilen will, dem sei die Jugendherberge auf dem Schlossgelände empfohlen.

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