Die Macht der positiven Gefühle – so beugen Sie Schweißausbrüchen vor

Ein wichtiges Bewerbungsgespräch, ein erstes Date oder ein unerwartetes Treffen mit Personen aus der Vergangenheit, die eher unangenehme Erinnerungen wachruft. Jene Situationen sind typisch für extreme seelische und damit auch körperliche Reaktionen. Die Auswirkungen seelischer Belastungen oder Extremsituationen auf einen ganz und gar gesunden Körper können immens sein.

Die menschliche Psyche – ein unterschätzter Mitspieler

Ein Begriff, der in der heutigen Zeit schon lange geläufig geworden ist: Burnout. Der völlige Zusammenbruch des Körpers in Folge hoher seelischer Belastungen wird immer häufiger diagnostiziert. Betroffene klagen häufig zuerst über die verschiedensten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Kreislaufprobleme oder Konzentrationsprobleme. Am Ende einer oftmals langen Symptomkette mit scheinbar unzusammenhängenden Beschwerden, die auf keinerlei  körperliche Erkrankungen zurückzuführen sind, kann dann schnell der Zusammenbruch folgen. Spätestens in Folge eines Burnouts, erkennen Betroffene den enormen Einfluss der eigenen Psyche auf die Funktionen des Körpers.

Wir uns die Psyche im Alltag das Leben schwer macht

Doch es müssen gar nicht immer gleich die Extreme sein, die uns die Wirkung der Psyche veranschaulichen. Schon die einfachsten Situationen im Alltag tun dies auf oft unangenehme Weise.

Schweißausbrüche in Folge von Unsicherheit

Wie peinlich. Gerade dann, wenn man sich ein besonders souveränes und selbstsicheres Auftreten wünscht, macht der eigene Körper einem einen Strich durch die Rechnung. Insbesondere Unsicherheit führt nämlich zu einer für alle sichtbaren bzw. spürbaren körperlichen Reaktion: Schweiß. Das kann auf verschiedene Weisen sehr unangenehm sein. Während die für Stress typischen Schweißausbrüche auf Handtellern und Fußsohlen nur im Kontakt mit dem Gegenüber unangenehm werden sind verschwitzte Achseln auch schon von Weitem zu sehen.

Warum sich das Schwitzen scheinbar immer mehr verschlimmert

Das besonders gemeine an psychisch bedingtem Schwitzen ist die Verschlimmerung. Immer dann nämlich, wenn Betroffene die unangenehmen Flecken oder Schweißansammlungen bemerken verstärkt sich die Schweißproduktion um ein Vielfaches. Die Ursache liegt auf der Hand. Gerade noch relativ selbstsicher, verlieren Betroffene nun erst recht ihr selbstbewusstes Auftreten, vielmehr ist nun Scham im Vordergrund. Ein Teufelskreis beginnt.

Die Macht der positiven Gefühle

Ebenso wie sich das Schwitzen mit der Unsicherheit verstärkt, kann es sich durch eine innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit – eben einer gesunden Selbstsicherheit – auch verbessern. Um sich genau so zu fühlen, können verschiedene Dinge helfen. Das können sowohl kleine reale, wie  auch rein psychische Helfer sein.

 

  • Eine Liste der guten Eigenschaften
    Manchmal bedarf es einer kleinen Erinnerung, um sich wieder hervorzurufen, warum man durchaus mit Selbstbewusstsein und einer inneren Stärke durch den Alltag gehen darf. Vor einer unangenehmen oder stressigen Situation ist es deshalb sinnvoll, sich dies ganz bewusst ins Gedächtnis rufen zu können. Dabei kann eine Liste helfen. Auf dieser sollte man all die Dinge notieren, für die man sich selbst im Nachhinein loben würde, die man an sich schätzt oder in denen man ein besonderes Talent besitzt. Insbesondere vor einem Vorstellungsgespräch kann das Erinnern an erworbene Fähigkeiten oder besondere Leistungen in der Vergangenheit immens zu einem gesunden Selbstbewusstsein beitragen.
  • Den Folgen von Schweißausbrüchen vorbeugen
    Manchmal ist es einfach nicht möglich jeden Funken Unsicherheit vor einem Treffen abzuschütteln. Zudem sorgen auch warme Temperaturen oder der eigene Biorhythmus ab und an dafür, dass man ins Schwitzen gerät. Um zu verhindern, dass diese Flecken zu noch mehr Unsicherheit führen, ist es am besten, man stoppt sie von Grund auf. So können beispielsweise speziell geformte Achselpads wie diese in der Kleidung angebracht werden, die der Entstehung von typischen Schweißflecken unter den Achseln gänzlich vorbeugen. Das sichere Gefühl gar nicht erst in Gefahr zu sein, dass plötzlich unangenehme Schweißflecken erscheinen, kann die Schweißproduktion auf längere Sicht schon in der Wurzel aufhalten.
  • Entspannungsübungen
    Stress, Druck oder hohe Erwartungshaltungen führen bei vielen Menschen zu Schweißausbrüchen. Ein hoher Puls verstärkt jegliche Körperaktivität und damit auch das Schwitzen. Um in sich zu kehren und sich zu beruhigen gibt es zahlreiche Atemübungen (siehe hier). Mittelpunkt jeder dieser Übungen ist die Konzentration auf etwas Anderes als der bevorstehenden Herausforderung. Die Atmung, ein gleichmäßiger Prozess, der ohne jedes Zutun in unserem Körper vonstatten geht, steht bei all diesen Übungen im Fokus. Ziel ist eine tiefe, langsame Atmung um den Puls zu senken und die Psyche zu entspannen. ein interessantes Video zum Thema finden Sie hier.
  • Psychischer Beistand

Häufig fühlen sich Menschen auch besser, wenn sie eine Herausforderung mit jemandem gemeinsam meistern können. Nicht immer aber kann diese Person mit anwesend sein. Manchmal kann es dann aber genügen sich die helfende Person im Geiste vorzustellen. Manche Menschen können sich diesen imaginären Beistand sogar so gut vorstellen, dass sie in innere Zwiegespräche gehen können. Alleine aber ihre Anwesenheit vor dem inneren Auge kann Ruhe und Zuversicht schenken.

Mit Hilfe der verschiedenen Techniken und Hilfsmittel kann der Mensch durchaus spontan Einfluss auf die eigene Psyche nehmen und körperliche Reaktionen, wie das Schwitzen, vermindern oder gar völlig unterdrücken. Ein selbstsicheres Auftreten durch Entspannung oder dem Verstärken positiver Gefühle ist nicht nur in ausgewählten Situationen hilfreich, es trägt auch langfristig zur allgemeinen Gesundheit bei.

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