Schwarzer Hautkrebs – vorsorgen, erkennen, behandeln

Der im Unterschied zum weißen Hautkrebs gefährliche schwarze Hautkrebs nimmt kontinuierlich zu, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hat seine Häufigkeit sich zwischen 1980 und 2006 fast vervierfacht. Der Tumor geht von den Pigmentzellen aus und ist anfangs örtlich begrenzt. Wenn er Metastasen bildet, ist er meist nicht mehr heilbar. Hautärzte betonen daher, dass neben der Prävention die Früherkennung des Tumors das oberste Gebot ist. Um frühzeitig reagieren zu können, sollte jeder Einzelne seine Haut beobachten und bei Verdacht sofort seinen Haus- oder Hautarzt konsultieren.

Auf dem Patientenforum stellen Experten des Klinikums rechts der Isar die Behandlungsmöglichkeiten für das maligne Melanom vor. Meist wird der Tumor chirurgisch entfernt, auch die Strahlentherapie kommt zum Einsatz. Chemotherapien hingegen haben bei schwarzem Hautkrebs nur eine begrenzte Wirkung. In speziellen Fällen kann der behandelnde Arzt eine begleitende Immuntherapie empfehlen, die jedoch nicht unumstritten ist. Wichtig ist auch, dass die Nachsorgeuntersuchungen regelmäßig durchgeführt werden.

Bei der Veranstaltung werden auch neue Therapiemöglichkeiten angesprochen, die auf neuen Erkenntnissen zur Tumorentstehung und zur körpereigenen Tumorabwehr beruhen. Eine Neuentwicklung beruht auf einer zielgerichteten Therapie, die die Signalweiterleitung in der Tumorzelle spezifisch hemmt. Eine weitere Therapiemöglichkeit stimuliert das Immunsystem und fördert dadurch die körpereigene Tumorabstoßung. Durch diese neuartigen Behandlungsoptionen kann langfristig eine Rückbildung des Tumors erreicht werden, jedoch können auch neuartige Nebenwirkungen auftreten.

Moderatorin des Patientenforums ist Ulrike Ostner vom Bayerischen Rundfunk.

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