Schuhe für Laufanfänger – nützlich oder überflüssig?

Große Kinder haben mal ganz klein angefangen: Hinfallen und wieder aufstehen, bis es mit dem Laufen flüssig klappt. Die ersten Schritte sind ein toller Moment für die Eltern und erfüllen sie mit einem gewissen Stolz. Im Normalfall dauert es 12 bis 13 Monate, bis es endlich so weit ist. Einige Kinder unternehmen ihre Gehversuche bereits ab 9 Monaten, andere lassen sich bis zu 16 Monate damit Zeit. Dabei wirken die zarten Kinderfüßchen sehr zerbrechlich. Sind Laufschuhe eine sinnvolle Investition?

 

So lernen Kinder laufen

In der Anfangsphase sind keine Laufschuhe erforderlich. Das Baby muss lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dabei benötigt es keine Lauflernhilfen, sondern sollte möglichst viel barfuß unterwegs sein. Bei kälteren Temperaturen sollten die Kinderfüße mit Füßlingen aus Textil oder Strick geschützt werden. Sobald das Baby die ersten Schritte unternommen hat und auf eigenen Beinen stehen kann, sollten Sie über Laufschuhe nachdenken. Im Regelfall setzt diese Phase 9 bis 16 Monate nach der Geburt ein und nimmt 3 Monate in Anspruch. Das Baby benötigt diese Zeit, um die Muskulatur der unteren Gliedmaße auszuprägen. Dieser Baby Schuhguide hilft Ihnen dabei, das richtige Schuhwerk für Ihr Baby zu finden.

 

Gebrauchte Lauflernhilfen kaufen

Im Durchschnitt wächst ein Kind alle 3 bis 4 Monate auf seinen Schuhen heraus. Daher möchten sich viele Eltern das Geld sparen und greifen zu gebrauchten Babyschuhen. Jedoch kann das die Entwicklung der Kinderfüße beeinträchtigen, da einige Lauflernhilfen Risse und Löcher vorzuweisen haben. Teilweise sind die Sohlen einseitig abgelaufen, was für die falsche Balance sorgt. Sparen Sie nicht an der Gesundheit Ihres Kindes, da diese frühe Lernphase enorm wichtig für die Entwicklung der Muskulatur ist. Versuchen Sie alle 8 bis 12 Wochen die Kinderfüße auszumessen, da zwei Drittel aller Kinder zu kleine Laufschuhe tragen. 

Eine Schablone ist ein nützliches Werkzeug bei diesem Unterfangen. Jedoch sollten Sie diesen angeborenen Reflex nicht außer Acht lassen: Kinder neigen zum Zusammenziehen ihrer Zehen. Das kann die Messergebnisse um eine Größe verfälschen. Wer sichergehen möchte, sollte einen Zentimeter hinzuaddieren.

 

Kinderschuhe im Wandel der Jahreszeiten

Wie Sie sich denken können, benötigen Kinder verschiedene Sommer- und Winterschuhe. Im Sommer genügen einfache Lederschuhe ohne feste Sohle, während im Winter festes Schuhwerk erforderlich ist. Das heißt nicht, dass die Schuhe besonders robust sein sollen. Vielmehr ist auf eine flexible und weiche Sohle der Lauflernhilfe zu achten. Das Gewicht sollte so gering wie möglich ausfallen, da schwere Schuhe das Abrollen erschweren. Ein Kind muss lernen, seine Füße über den Ballen abzurollen. Erst dann wird es verstehen, dass Laufen schneller als Krabbeln ist. Der Lauflernschuh sollte aus einem weichen Obermaterial wie Leder bestehen. Er sollte atmungsaktiv sein, damit die Kinderfüße nicht zu schwitzen beginnen. Unterstützen Sie Ihr Baby mit einer hochgezogenen Sohle im Zehenbereich. So fällt der Nachwuchs deutlich weicher auf den Boden, was in dieser frühen Phase keine Seltenheit ist.

Viele Eltern versuchen ihre Kinder mit Einlagen zu unterstützen. Sogar bei Plattfüßen kann bedenkenlos darauf verzichtet werden, da alle Babys mit flachen Füßen geboren werden. Wer die Entwicklung und das Wachstum seines Kindes fördern möchte, sollte es möglichst viel barfuß laufen lassen.

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