Schriftlich hält besser

(djd). Verträge per Handschlag besiegeln: Eigentlich eine prima Sache, sofern man nicht in die Verlegenheit kommt, mündlich Vereinbartes dem Vertragspartner gegenüber beweisen zu müssen. Gerade wenn es ums Bauen, Umbauen oder Modernisieren geht, rät Gabriele Hein-Röder, Fachanwältin und Vertrauensanwältin beim Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), nichts ohne schriftlichen Vertrag anzugehen. Das gilt besonders für Leistungsumfang, Baupreis, Zahlungsplan, Bauzeit und Fertigstellungstermin. „Stellen Sie sich vor, es gäbe keine schriftlich vereinbarte Bau- und Leistungsbeschreibung. Wie trefflich ließe sich zum geschuldeten Leistungsumfang streiten“, so Hein-Röder.

Als weiteres Beispiel nennt sie die Bauabnahme, für die eine förmliche Abnahme schriftlich vereinbart sein sollte. Sonst kann die Abnahme eines mängelfreien Werks auch durch „schlüssiges Verhalten“ wie den Bezug des Hauses vollzogen sein, selbst wenn noch Schäden vorliegen. Bei Baumängeln rät Hein-Röder ebenfalls dringend zur Schriftform. Schadensersatzansprüche bei Schäden wegen Mängeln setzen beispielsweise immer den Nachweis eines Kausalverlaufs voraus. Im Zweifelsfall rät sie, einen unabhängigen Bausachverständigen hinzuzuziehen, der Untersuchungen zu Ursachen anstellen und fachkundige Bewertungen vornehmen kann. Weitere Informationen und einen Ratgeber „Prüfsteine zum Bauvertrag“ unter http://www.bsb-ev.de

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