Schonende Bauchlagerung von Intensivpatienten im Wechsellagerungsbett

Für seine Arbeit zur „leitliniengerechten Bauchlagerung bei beatmeten Patienten mit Verbrennungen“ wurde Edgar Eisenberg vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil mit dem Cicatrix-Pflegepreis ausgezeichnet. Der stellvertretende Stationsleiter der Intensivstation für Schwerbrandverletzte erhielt die Auszeichnung auf dem Jahreskongress der Deutschsprachigen Arbeitsgemeinschaft für Verbrennungsbehandlung (DAV) in Arosa, Schweiz. Der mit 2.000 Euro dotierte Pflegesonderpreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobt. Gestiftet wurde er von der Patientenorganisation Cicatrix e.V.

Selbst entwickeltes Spezialbett erleichtert die Wechsellagerung

„Ich freue mich über diese Anerkennung und nehme sie stellvertretend für unser gesamtes Team gerne entgegen“, sagte Eisenberg. Der Intensiv-Pfleger, der seit über 30 Jahren im Bergmannsheil arbeitet, hat in seiner Studie das Verfahren der Bauchlagerung bei brandverletzten Patienten mittels eines sogenannten Wechsellagerungsbettes beschrieben. Dieses Bett – eine Eigenentwicklung von Ärzten und Pflegern des Bergmannsheils – erlaubt es, den Patienten zwischen zwei Matratzen sicher zu fixieren. Mit einem mechanischen Mechanismus und einer Kurbel kann die Liegefläche um 180 Grad um ihre Längsachse gedreht werden. Der Patient wird auf diese Weise so schonend wie möglich von der Rücken- in die Bauchlage bewegt. Lediglich zwei Mitarbeiter sind für die Umlagerung erforderlich. Inklusive Vorbereitung benötigt der Lagerungsvorgang rund 30 Minuten.

„Wir wenden das Wechsellagerungsbett hauptsächlich für Patienten mit akutem Lungenversagen an“, erklärt Eisenberg. „Mit der Bauchlagerung können wir die Lungenfunktion des Patienten positiv unterstützen und sie wird daher in den medizinischen Leitlinien empfohlen.“ Weil die Bauchlagerung eines schwerverletzten Patienten sehr aufwändig ist, bietet das Wechsellagerungsbett eine optimale Hilfestellung für das Pflegepersonal.

Vortragspreis für Mitarbeiter der Klinik für Plastische Chirurgie

Auch Leon von der Lohe von der Klinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte am Bergmannsheil (Direktor: Prof. Dr. Marcus Lehnhardt) wurde auf dem DAV-Fachkongress in Arosa ausgezeichnet. Der Medizinstudent und wissenschaftliche Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Klinische und experimentelle Mikrozirkulation (Leiter: PD Dr. Ole Goertz) wurde für den besten Vortrag geehrt. Der Titel lautete: „Repetitive extrakorporale Stoßwellenanwendungen zeigen sich als Angiogenese-Stimulus bei Verbrennungen der Einmalbehandlung überlegen“.

Über das Bergmannsheil

Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil repräsentiert den Strukturwandel im Ruhrgebiet wie kein anderes Krankenhaus: 1890 als erste Unfallklinik der Welt zur Versorgung von verunglückten Bergleuten gegründet, zählt es heute zu den modernsten und leistungsfähigsten Akutkliniken der Maximalversorgung und gehört zum Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (UK RUB). In 22 Kliniken und Fachabteilungen mit insgesamt 622 Betten werden jährlich rund 20.000 Patienten stationär und 63.000 Patienten ambulant behandelt. Mehr als die Hälfte der Patienten kommen aus dem überregionalen Einzugsbereich. Weitere Informationen im Internet unter: www.bergmannsheil.de.

Weitere Informationen:

Edgar Eisenberg
Stvt. Stationsleiter 2.1 SB
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.: 0234/302-6859
E-Mail: edgar.eisenberg@bergmannsheil.de

Pressekontakt:

Robin Jopp
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum
Tel.: 0234/302-6125
E-Mail: robin.jopp@bergmannsheil.de

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