Schnelle Freiburger

Enorm sind die Erwartungen, denen die in der Exzellenzinitiative ausgezeichneten Universitätseinrichtungen gegenüberstehen. Ob sie zu Recht von der DFG mit dem weitreichenden Prädikat „exzellent“ bedacht wurden, müssen sie erst beweisen. Die internationale Freiburger Spemann Graduiertenschule, SGBM, hat ihre Hausaufgaben gut gemacht. Jetzt hat der erste junge Wissenschaftler seine Ausbildung mit summa cum abgeschlossen und darf sich MD/PhD oder Dr. med., Dr. rer. nat. nennen.

Die von Prof. Dr. Christoph Borner geleitete Spemann Graduiertenschule ist als erste Exzellenzeinrichtung der Universität Freiburg in der ersten Förderlinie akzeptiert worden. Am 13.10. 2006 gab die DFG die Entscheidungen des Wettbewerbs bekannt, in erstaunlich kurzer Aufbauzeit hat die neu gegründete Institution ein hoch qualifiziertes Programm entwickelt. Die Ausbildung zum PhD, dem internationalen Doktorgrad, ist mit drei Jahren knapp kalkuliert. Johannes Kern hat das Programm in der Wunschzeit absolviert und den Titel eines MD/PhD erworben, das ist eine in Deutschland noch neue wissenschaftliche Qualifikation für Mediziner. Sie weist ihn als promovierten Naturwissenschaftler aus.

Die an der Spemann Graduiertenschule beteiligten Wissenschaftler, ob als Lernende oder Lehrende, schätzen den Austausch mit den Kollegen anderer Fachrichtungen. „Die Exzellenzinitiative entwickelt sich, und die einzelnen Zentren und Einrichtungen werden insgesamt deutlich verknüpfter“, konstatiert Johannes Kern und erklärt: „Ich habe auf Doktorandenebene Kontakte zu sehr vielen Labors. Das gibt mir mehr Einblick, und ich kann besser fragen“. Davon profitierte auch die Arbeit im Labor seiner Betreuerin Prof. Dr. Leena Bruckner-Tudermann in der Universitäts-Hautklinik.

„Die Schule ist streng, es gibt viele Pflichtveranstaltungen, aber sie ist auch flexibel“, urteilt Johannes Kern. Dass die Ausbildung ihm viele sonst verschlossene Türen geöffnet hat und noch öffnen wird, davon ist er überzeugt. Und freut sich über die Einladung zum jährlichen Treffen der Nobelpreisträger in Lindau im Juni. Für eine Woche versammeln sich dort 23 Nobelpreisträger und 500 ausgewählte Nachwuchswissenschaftler.

Die Förderlinie Graduiertenschulen dient der Ausbildung von Doktoranden in einem eingegrenzten Themenspektrum unter exzellenter wissenschaftlicher Begleitung und hervorragenden Rahmenbedingungen, heißt es in den Richtlinien der DFG. Die Spemann Graduiertenschule ist eine von 40 bewilligten Schulen, denen jährlich fast eine Million Euro zur Verfügung stehen. Inzwischen betreut die SGBM 72 Studierende aus 22 Nationen.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kommen vor allem aus den Bereichen Biologie, Medizin, und Chemie: Sie erhalten eine intensive, interdisziplinäre Ausbildung, die ihnen den Einstieg in die internationale Spitzenforschung ermöglicht. Acht angehende Wissenschaftler, alle mit einem Abschluss als Mediziner, haben wie Johannes Kern ein besonderes Interesse an medizinisch orientierter Forschung und machen ihren MD/PhD an der Spemann Graduiertenschule.

Weitere Informationen zum MD/PhD und zur SGBM unter
www.sgbm.uni-freiburg.de

Kontakt:
Prof. Dr. Christoph Borner
Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin (SGBM)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-9636
Fax: 0761/203-9640
E-Mail: sgbm-info@sgbm.uni-freiburg.de
(idw, 04/2010)

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