Schnecken effektiv bekämpfen

(djd). Mühevolles Absammeln, Bierfallen, Barrieren aus Rindenmulch oder Zäune aus Metall: Die Liste der Mittel gegen die schleimigen „Raubritter“ im Garten ist lang. Doch viele Geheimrezepte halten nicht das, was sich die Gartenfreunde von ihnen versprechen. So lockt beispielsweise das Freibier für die unerwünschten Eindringlinge meist noch zusätzliche Gäste an. Ähnlich geringen Erfolg zeigen Sperren aus Rindenmulch, Kalk oder Asche, deren Wirkung verpufft, sobald sie feucht werden.

Gezielter Effekt

Dagegen hat sich in Deutschland seit Jahrzehnten der Wirkstoff Metaldehyd im Kampf gegen Schnecken bewährt. Er wird schon seit fast 80 Jahren im Gartenbau eingesetzt und ist in der Mehrzahl der Bekämpfungsmittel von namhaften Pflanzenschutzmittelherstellern wie Scotts Celaflor, Compo, Bayer, Etisso und anderen enthalten. Nimmt eine Schnecke Metaldehyd auf, scheidet sie zunächst große Mengen an Schleim aus. Dadurch verliert sie enorm viel Wasser und Energie. Zusätzlich zerstört der Wirkstoff die Schleimzellen des Kriechtiers. Es nimmt schon bald keine Nahrung mehr auf und stirbt. Keinen schädlichen Einfluss hat Metaldehyd dagegen auf Nützlinge wie Bienen, Käfer, Regenwürmer, Igel, Vögel, Säugetiere sowie Bodenorganismen.

Biologischer Abbau

Dies haben zahlreiche internationale Studien nachgewiesen. So ist der Wirkstoff durch die Europäische Kommission von 2009 bis 2011 intensiv geprüft und anschließend im März 2011 für weitere zehn Jahre zugelassen worden. Die Auswertung der Studien hat eindeutig ergeben, dass es sich um ein Mittel handelt, das bei Anwendung nach Gebrauchsanleitung sicher in der Wirkung ist und keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt hat. Metaldehyd wird von Mikroorganismen innerhalb von wenigen Tagen vollständig zu Kohlendioxid und Wasser abgebaut und reichert sich nicht in Böden, Wasser, Pflanzen oder tierischen Geweben an.

Sparsame Anwendung

Die beste Wirkung erzielen Gartenfreunde, wenn sie die blauen Schneckenkörner gleichmäßig zwischen ihren Gartenkulturen ausstreuen, so dass die schleimigen Gartendiebe unweigerlich zuerst auf die Schneckenkörner stoßen, noch bevor sie das Gemüse oder die Zierpflanzen erreichen. „Dämme und Wälle um gefährdete Kulturen zu streuen, ist eine Fehlanwendung und bringt keine Wirkungsverbesserung. Besser ist ein sparsames Ausstreuen am Rand der Beete und an den Übergängen“, empfiehlt Hans Willi Konrad, Gartenexperte am Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau in Bad Kreuznach. Bei metaldehydhaltigen Schneckenmitteln genügen je nach Marke bereits 40 bis 50 Körner pro Quadratmeter. Unter http://www.praxis-press.de gibt es für Hobbygärtner weitere Tipps und Informationen zur Schneckenbekämpfung.

Scroll to Top