Schluss mit Schulstress

(djd). „Kind, du musst dich mehr anstrengen, sonst schaffst du die Klasse nicht und musst vielleicht von der Schule.“ In vielen Familien hängt der Haussegen schief, wenn der Nachwuchs wieder mit einer schlechten Schulnote nach Hause kommt. Die Eltern sorgen sich, dass ihr Sprössling sich die berufliche Zukunft verbaut. Das Kind fühlt sich vom Leistungsdruck gestresst und überfordert. Die Angst vor Arbeiten und Prüfungen steigt. Eine Situation, unter der alle leiden. Hinzu kommt, dass im normalen Schulsystem oft nur wenig Rücksicht auf das individuelle Lerntempo und die „Lernkanäle“ einzelner Schüler Rücksicht genommen werden kann. Erfolgreiches Lernen und Abrufen von Lernleistungen in Prüfungssituationen sind jedoch nur über gute Gefühle zu erreichen. Denkleistungen, Körper und Gefühle sind eine Einheit.

Testen, wo Ängste und Blockaden sitzen

An diesem Punkt setzt die Kinesiologie an. Diese ist eine ganzheitliche Methode, um körperlichen und emotionalen Stress abzubauen, Blockaden zu lösen und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern, wie die Deutsche Gesellschaft für Angewandte Kinesiologie (DGAK) erklärt. Als erstes Werkzeug dient der Muskeltest, mit dem der Körper „befragt“ wird. Der Kinesiologe übt Druck auf den ausgestreckten Arm aus und kann anhand der Muskelreaktion feststellen und dem Klienten aufzeigen, wo Stress, Blockaden und Ängste sitzen. Daraus und aus der gemeinsamen Reflexion ergeben sich dann diverse Ansätze zur Veränderung.

Kinderleichte Übungen mit tiefgreifender Wirkung

Eine typische Sitzung mit einem Kind, das Lernschwierigkeiten hat, sieht etwa folgendermaßen aus: Am Anfang steht die Themenfindung – das dringlichste Anliegen wird spielerisch und im Gespräch herausgefiltert. Dann wird das Thema voraktiviert, etwa durch konkrete Übungen (wie etwa Kopfrechnen), Rollenspiele oder den Muskeltest. Anschließend folgt die Korrektur – oft eine Kombination von Augen- und Überkreuzbewegungen in einem bestimmten Ablauf, oder anderen Übungen aus „Brain-Gym“ nach Dr. Paul Dennison. Bei der Nachaktivität schaut man dann, ob sich etwas verändert hat, und zum Schluss wird der Erfolg gemeinsam gefeiert. Alltagstaugliche, einfache Übungen für zu Hause festigen das neu Gelernte.

Manchmal reicht schon eine Sitzung, und der „innere Schalter“ ist umgelegt, die Lernblockade aufgelöst. Manchmal sind auch mehrere Treffen über einen bestimmten Zeitraum nötig, um ein Thema in Schichten zu bearbeiten.

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