Schlaganfallspezialisten des Uniklinikums informieren am 11. Juli auf dem Dresdner Altmarkt

Die Ärzte und Schwestern der Klinik für Neurologie bieten am Donnerstag, dem 11. Juli, von 10 bis 16 Uhr Informationsgespräche sowie Messungen von Blutdruck und Blutzucker an. Diese Werte geben erste Hinweise darauf, wer einem erhöhten Schlaganfallrisiko ausgesetzt ist. Ein Logopäde und ein Vertreter einer Selbsthilfegruppe werden zudem Fragen vor Ort beantworten.

Ergänzt wird das Programm durch allgemeine Informationen zum Schlaganfall und zu dessen Risikofaktoren. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Personen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben. Sie erhalten Hinweise, wie sich das Risiko eines erneuten Hirninfarkts senken lässt. Dazu ist auch der „Schlaganfall-Lotse“ Uwe Helbig vor Ort. Als Case Manager betreut er Patienten in Dresden, die nach einem akuten Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen werden. Mit diesem deutschlandweit ersten Projekt „SOS CARE -Hilfe nach Schlaganfall“ setzt das seit mehreren Jahren erfolgreich arbeitende Netzwerk SOS-NET seine Arbeit fort. Beteiligt sind 13 ostsächsische Krankenhäuser mit insgesamt 17 Standorten. Das vom Dresdner Uniklinikum maßgeblich initiierte Netzwerk sichert rund um die Uhr die Beratung der einzelnen Kliniken durch die Spezialisten des Dresdner Universitäts SchlaganfallCentrums (DUSC) ab: Egal in welches dieser Krankenhäuser ein Patient nach akutem Schlaganfall kommt – die behandelnden Ärzte können jederzeit einen spezialisierten Neurologen des Uniklinikums kontaktieren und mit ihm die weitere Therapie besprechen.

Schlaganfall-Risiko Vorhofflimmern

Im Fokus der bundesweiten Aufklärungstour „Herzenssache Schlaganfall“ steht zudem der Risikofaktor des Vorhofflimmerns – eine häufig zu spät diagnostizierte Herzerkrankung. Blickfang der Kampagne ist der als Praxisraum umgebaute, rote Schlaganfall-Infobus. Zwischen April und Oktober steuert der Bus 35 deutsche Städte an. Ziel ist es, möglichst viele Menschen über die Ursachen eines Schlaganfalls, insbesondere dem bis zu fünffach erhöhten Risiko bei der Vorerkrankung „Vorhofflimmern“, und die oft schweren Folgen informieren und Menschen dazu zu motivieren, im Notfall sofort zu handeln.

Mit rund einer Million Betroffenen allein in Deutschland, ist Vorhofflimmern die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher, da sich viele Betroffene aufgrund von unklaren Symptomen ihrer Erkrankung nicht bewusst sind. Laut Experten wird sich die Anzahl der Betroffenen bis 2050 sogar noch verdoppeln. Vorhofflimmern bringt das Herz aus seinem gewohnten Takt. Die Vorhöfe schlagen nicht mehr im gleichen Rhythmus wie die Herzkammern und flimmern. Der regelmäßige Blutfluss wird dadurch gestört – Blut kann sich in den Vorhöfen stauen, verklumpen und Gerinnsel bilden. Problematisch wird es, wenn sich eines dieser Gerinnsel löst und über die Blutbahn ins Gehirn wandert. Hier droht der Verschluss von Gefäßen, was zu einem Schlaganfall führt – oft mit schweren Folgen. Dazu zählen Behinderungen wie Seh-, Sprech- oder Bewegungsstörungen, Lähmungen, aber auch Veränderungen der Persönlichkeit.

Bei etwa 92 Prozent der Schlaganfälle in Folge von Vorhofflimmern handelt es sich um einen Hirninfarkt, den sogenannten ischämischen Schlaganfall. Dieser tritt auf, wenn die Blutzufuhr zu einem Teil des Gehirns durch ein Gerinnsel blockiert ist. Oberstes Ziel bei der Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern ist daher, ihr deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko mit Hilfe von oralen Blutgerinnungshemmern, auch Antikoagulanzien genannt, zu senken.

Weitere Informationen
zur Bustour „Herzenssache Schlaganfall“ sowie zur Erkrankung gibt es auf www.vorhofflimmern.de.

Kontakt für Journalisten
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Stroke Unit
Dr. Ulf Bodechtel
Tel. 0351/ 4 58 23 98
E-Mail: ulf.bodechtel@uniklinikum-dresden.de

Spitzenmedizin für Dresden: Uniklinikum erobert Top-Position in deutschen Krankenhaus-Rankings
Deutschlands größter, im Mai 2013 erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden (UKD) eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner Hochschulmedizin erreichte Platz vier im deutschlandweiten Ranking. Dies ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Qualität der 21 Kliniken des UKD. Gesundheitsexperten sowie insgesamt 22.000 Ärzte hatten Kliniken aus ganz Deutschland beurteilt. Sie honorierten dabei die großen Anstrengungen des Dresdner Uniklinikums in den Bereichen Behandlungsqualität und Patientensicherheit. Beim Focus-Vergleich erreichte das Dresdner Uniklinikum vor allem Top-Noten für die Therapie von Parkinson und Prostatakrebs. Damit belegen die Kliniken für Neurologie beziehungsweise Urologie jeweils Platz zwei. Unter den Top zehn ist nochmals die Neurologie mit der Behandlung von Multipler Sklerose vertreten. Top-Plätze im Ranking erreichten zudem die Klinik für Viszeral- Thorax- und Gefäßchirurgie mit der Versorgung von Darmkrebspatienten sowie die Klinik für Psychiatrie mit der Therapie von Depressionen und Alzheimer. Weitere Kliniken des Dresdner Universitätsklinikums, die als „Top-Fachkliniken“ ausgezeichnet wurden sind: Klinik für Orthopädie (Bewegungsapparat); Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik (Angst- und Zwangserkrankungen), Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Brustkrebs und Risikogeburten) sowie die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie.

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