Wie Sie sich vor Schlaganfall schützen können

Trotz deutlich sinkender Todesraten durch die bessere Versorgung von Schlaganfallpatienten stirbt noch immer fast jeder Dritte an einem Schlaganfall, ein weiteres Drittel behält schwerste Behinderungen zurück. Je schneller die Behandlung beginnt, desto besser die Prognose. Der beste Schlaganfall ist aber der, der erst gar nicht eintritt. Darum steht die Prävention immer stärker im Fokus: durch entsprechende Lebensführung oder präventive Therapien bei Patienten mit hohem Risiko.

Die wirksamste Maßnahme besteht in der frühzeitigen Beseitigung derjeniger Faktoren, die das Risiko eines Schlaganfalls erhöhen. Dazu gehören unter anderem Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Herzrhythmusstörungen, Rauchen, Übergewicht, zu hoher Cholesterinwert, Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum, Schlaf-Apnoe-Syndrom und Stress. Diese lassen sich durch rechtzeitige ärztliche Behandlung, z.B. durch die medikamentöse Therapie zur Normalisierung des Bluthochdrucks, und eigene Verhaltensänderungen beeinflussen, denn ein Schlaganfall entsteht in den meisten Fällen auf dem Boden einer Arteriosklerose, also durch Gefäßverkalkungen.

Stille Hirninfarkte durch Atemstillstand
Wenig in der Öffentlichkeit bekannt ist ein erhöhtes Risiko bei Menschen mit Atemproblemen: So wurde festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Schlaganfall-Patienten unter einer sogenannten Schlaf-Apnoe leiden. Bei einer Schlaf-Apnoe kommt es im Lauf der Nacht zu wiederholten Atemstillständen. Häufig sind schnarchende Menschen betroffen. Eine frühe Behandlung dieser Störung ist wichtig, um das Risiko eines Schlaganfalles oder eines kardiovaskulären Ereignisses bei diesen Patienten zu senken. Die Schlaf-Apnoe sollte genauso konsequent behandelt werden wie die anderen Risikofaktoren für Gefäßerkrankungen.
 

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 7000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.

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