Schlaflose Gründer

Prof. Dr. Tobias Kollmann (UDE): „Die alten Hasen unter den Unternehmern reagieren direkt auf die unternehmensbedingten Stressfaktoren. Bei den Berufsanfängern unter ihnen wirken diese Effekte eher indirekt.“ Grundfrage des Autorenteams war, wie sich der unternehmerische Druck auf das Wohlbefinden und die Erholung auswirkt und inwiefern dieser Zusammenhang durch die Gründererfahrung beeinflusst wird.

Nach Angaben des Businessinsiders gestand der Tesla-Chef der „New York Times“ kürzlich ein, er arbeite derzeit 120 Stunden pro Woche, und das beeinträchtige sein Wohlbefinden: „In letzter Zeit geht es mir nicht so gut“, sagt Musk. „Ich hatte schon Besuch von Freunden, die sich ernsthafte Sorgen machen.“ In diesem Sommer habe er sogar seinen eigenen Geburtstag verpasst und selbst für die Hochzeit seines Bruders die Fabrik nur für einige Stunden verlassen.

Dies zeigt, wer ein Unternehmen an den Markt bringt, investiert oft viel Herzblut, ist mit Leidenschaft und Enthusiasmus bei der Sache. Die Arbeit ist häufig sehr anspruchsvoll und stressreich, weil die Ressourcen knapp sind oder die Finanzierung Probleme macht. Das wirkt sich natürlich darauf aus, wie sich die Gründer in ihrer freien Zeit erholen: Oft nehmen sie ihre beruflichen Probleme mit nach Hause und können nachts nicht so gut schlafen.

Die Studie weist nach, dass sowohl Anfänger als auch erfahrene Unternehmer unter berufsbedingten Schlafproblemen zu leiden haben. Die zugrunde liegenden Mechanismen unterscheiden sich jedoch.

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430, beate.kostka@uni-due.de

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Prof. Dr. Tobias Kollmann, E-Business und E-Entrepreneurship, Tel. 0201/18-32884, tobias.kollmann@uni-due.de

Originalpublikation:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0883902617306936?via%3Dihub

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