Schachmatt für Herpesviren

(djd). Die Lippe brennt, kribbelt und spannt – schnell bilden sich mit Flüssigkeit gefüllte, unschöne Bläschen, die aufplatzen und schorfig abheilen. Oft ist noch wochenlang eine gerötete Stelle zu sehen, wo der Lippenherpes wucherte. Rund zwölf Millionen Menschen sind Schätzungen zufolge allein in Deutschland davon betroffen. Die meisten infizieren sich mit dem Herpesvirus bereits in der Kindheit, häufig ohne Symptome. Viele wissen nicht einmal, dass sie betroffen sind, denn das Virus ruht bei ihnen unbemerkt im Nervengewebe. Bei anderen nutzt es jede kleine Schwäche des Immunsystems. Dann wird es aktiv, wandert Richtung Oberhaut und wählt eine Stelle für einen Ausbruch aus, an der die Haut besonders empfindlich und schutzlos ist. Die Lippenregion ist dafür wie geschaffen.

Naturstoff Melisse

Immer mehr Menschen bilden Resistenzen gegen herkömmliche Herpesmittel aus. Doch die Natur kennt ein wirkungsvolles Mittel gegen die Erreger: die Melisse, enthalten etwa in LomaHerpan aus der Apotheke. Die zitronig duftende Arzneipflanze enthält Substanzen, die antiviral und antimikrobiell wirken. Herpesviren werden frühzeitig am Eindringen in die gesunde Haut und in ihrer Ausbreitung gehemmt. So kann die Bläschenbildung reduziert und der Herpesschub verkürzt oder im besten Fall sogar verhindert werden. Eine Resistenzbildung gegen den Naturstoff Melisse ist nicht bekannt.

Vorsicht vor Körperkontakt

Einen 100-prozentigen Schutz vor Herpes gibt es nicht, allenfalls kann einer Ansteckung vorgebeugt werden. Die Neuinfektion erfolgt meist durch Küssen oder Trinken aus infizierten Gläsern und Flaschen. Auch eine Tröpfcheninfektion durch Niesen oder Husten ist möglich. Die oberste Regel lautet deshalb: Abstand halten von Patienten, die gerade Lippenbläschen haben. Entzündete Stellen keinesfalls berühren. Die Bläschen weder aufkratzen noch aufstechen, denn die Flüssigkeit enthält eine große Menge an hochinfektiösen Viren. Diese können sich ausbreiten und auch die umliegende Haut infizieren. Zudem gelangen Bakterien in die offene Wunde – eine Superinfektion kann die Folge sein.

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