Saubere Hände schützen Patienten: Aktionstag am 2. Mai im Universitätsklinikum Heidelberg

Sorgfältige Händehygiene rettet Leben – darauf macht das Universitätsklinikum Heidelberg am 2. Mai 2013 anlässlich des Internationalen Welthändehygienetags mit einem Aktionstag aufmerksam. Nicht nur Mitarbeiter des Klinikums auch Besucher können für Patienten gefährliche Keime übertragen. Deshalb stehen an allen Eingängen des Universitätsklinikums Heidelberg Säulen mit Desinfektionsmitteln: Wer sich beim Betreten der Klinik die Hände desinfiziert, schützt die Patienten vor Infektionen. Am Aktionstag zeigen Hygiene-Fachkräfte den Besuchern in allen Kliniken von circa 11 bis 15 Uhr, wie sie ihre Hände fachgerecht desinfizieren; den Erfolg kann jeder direkt selbst unter einer UV-Lampe prüfen. Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Kopfklinik, auch das Nierenzentrum Heidelberg beteiligt sich an der Aktion.

Infizieren sich Patienten während eines Krankenhausaufenthalts mit Erregern, spricht man von nosokomialen Infektionen. Nach Schätzungen des Nationalen Referenzzentrums für die Surveillance von Nosokomialen Infektionen an der Charité in Berlin treten solche Krankenhausinfektionen in Deutschland jedes Jahr bei 400.000 bis 600.000 Patienten auf. Viele Patienten haben ein geschwächtes Immunsystem und sind daher anfälliger für Keime als Gesunde. „Die konsequente Händehygiene des Krankenhauspersonals und der Klinikbesucher ist die entscheidende Maßnahme um Infektionen einzudämmen und die Patienten zu schützen“, erklärt Professor Dr. Uwe Frank, Leiter der Sektion Krankenhaus- und Umwelthygiene.

Händedesinfektion beseitigt 90 Prozent der Keime und hilft, Antibiotika einzusparen

Krankheitsverursachende (pathogene) Erreger können zum Beispiel beim Händeschütteln weitergegeben werden. Durch die Händedesinfektion lassen sich 90 Prozent dieser Keime beseitigen. „Der Händedesinfektion kommt auch in Hinblick auf die zunehmende Zahl multiresistenter Mikroorganismen eine große Bedeutung zu, denn sie hilft Infektionen zu vermeiden und schränkt so den Verbrauch von Antibiotika ein“, sagt Professor Frank.
Der weltweite Händehygienetag unter dem Motto „Save Lives: Clean Your Hands“ findet jährlich am 5. Mai statt und wurde von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen. In Deutschland läuft der Aktionstag im Rahmen der Kampagne „AKTION Saubere Hände“, an der sich auch das Klinikum und das Nierenzentrum Heidelberg aktiv beteiligen. Die nationale Kampagne soll die Durchführung der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen verbessern und wird vom Bundesministeriums für Gesundheit und dem Nationalen Referenzzentrum für die Surveillance Nosokomialer Infektionen unterstützt.

Ansprechpartner
Prof. Dr. med. Uwe Frank
Krankenhaushygieniker
Tel.: 06221/56-8208
Email: uwe.frank@med.uni-heidelberg.de

Weitere Informationen im Internet

Internetauftritt Sektion Krankenhaus- und Umwelthygiene
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Sektion-Krankenhaus-und-Umwelthygiene.8460.0.html

World Health Organization (WHO): Clean Care is Safer Care, Webseite auf Englisch
http://www.who.int/gpsc/en

Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin: Maßnahmen zur Händehygiene
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2012/Ausgaben/17_12.pdf?__blob=publicationFile

AKTION Saubere Hände
http://www.aktion-sauberehaende.de/

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-4536
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de

Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 56-7071
Fax: 06221 56-4544
E-Mail: julia.bird@med.uni-heidelberg.de

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54 / 2013

SM

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