Sampaloc See ist „Bedrohter See des Jahres 2014“

(pur). Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete am 2. Februar 2014 erklärt die Umweltstiftung Global Nature Fund (GNF) den philippinischen See Sampaloc und sechs weitere Kraterseen in San Pablo City, Provinz Laguna, zum „Bedrohten See des Jahres 2014“. Der GNF will damit auf die fortschreitende Zerstörung der Kraterseen aufmerksam machen. Gemeinsam mit der lokalen Living Lakes-Partnerorganisation, Friends of the Seven Lakes Foundation (FSLF), fördert der GNF nachhaltige Maßnahmen zum Schutz des Sampaloc Sees und zur Verbesserung seiner Wasserqualität.
Noch vor 30 Jahren wurden die sieben Kraterseen von San Pablo City von der lokalen Bevölkerung für Freizeitaktivitäten und als Naherholungsgebiet genutzt. Doch Jahre der Vernachlässigung führten zu einer Verschlechterung des Zustands dieser wunderbaren Seen. In den 1990er Jahren entstanden illegale Bauten entlang der Seeufer und Fischkäfige durchzogen die Seen und bedeckten zeitweise bis zu 70 % ihrer Flächen. Die Seen unterliegen starken Gefährdungen durch menschliche Einflüsse wie der Ausbreitung von schwimmenden Fischkäfigen und der Verschmutzungen durch die Bewohner der Uferregionen.

Obwohl einige illegale Bauten entlang des Sees von den Behörden entfernt wurden, zeigen Satellitenaufnahmen aus dem Jahr 2012, dass Fischkäfiganlagen immer noch mehr als 40 % der Seefläche einnehmen. Gesetzlich erlaubt sind jedoch lediglich 10 %. Ein bereits verabschiedetes Moratorium der zuständigen Behörde für die Errichtung und Erneuerung von bestehenden Fischkäfigen konnte mangels Arbeitskräften und Geldmittel nicht umgesetzt werden. Seither steigt die Anzahl der illegalen Fischkäfige wieder deutlich an. „Die neuen Käfiganlagen besitzen oft sogar schwimmende Hütten, die zur Lagerung von Fischfutter und als Wohnquartier für die Betreuer dienen“, erklärt Bobby Azores, Vorsitzender der Friends of the Seven Lakes Foundation. „Die übermäßig schnell wachsende Anzahl der Fischkäfige, Überfütterung und zu hoher Fischbesatz führen zur Eutrophierung und einer rascheren Verschlechterung des Zustands der Seen bis hin zum Sterben jedweden Lebens in diesen Gewässern. Das ist durch zeitweiliges Fischsterben und massives Wachstum von Grünalgen infolge der hohen Schadstoffbelastung des Sees deutlich erkennbar. Gewässer wie Teiche und Seen, besonders kleine Seen wie der Sampaloc, gelten als stehende Gewässer und haben daher eine geringere Selbstreinigungskraft als Meere oder Ozeane“, meint Azores weiter.

Weitere Informationen und ein Interview mit Bobby Azores (Vorsitzender der Friends of the Seven Lakes Foundation)unter http://www.globalnature.org/BedrohterSee2014

Ausführlicher Pressetext unter http://www.globalnature.org/13811/HOME/Presse/02_vorlage.asp

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