Salzreduktion schützt vor Herzschwäche

Seit längerem ist bekannt, dass ein hoher Konsum von Natrium, eines chemischen Bestandteils von Kochsalz, zu erhöhtem Blutdruck beiträgt. Jetzt wurde erstmals der Effekt einer niedrigen Natriumaufnahme auf das Risiko untersucht, eine Herzinsuffizienz zu entwickeln.

Dies wurde von den Kölner Wissenschaftlern anhand der Daten von fast 20.000 Frauen und Männern zwischen 39 und 79 Jahren, die an der Gesellschafts-basierten EPIC-Studie in Norfolk (Ostengland) teilnehmen, analysiert. Als Messgröße für die Salzaufnahme wurde die Natriumausscheidung im Harn benutzt. Bei den komplexen statistischen Berechnungen zeigte sich, dass jene 20 Prozent der Studienteilnehmer, die den höchsten Kochsalzkonsum aufwiesen, um rund ein Drittel häufiger an Herzinsuffizienz erkrankten als die 20 Prozent der Personen mit dem niedrigsten Kochsalzkonsum. Dieser Effekt blieb auch bestehen, wenn die Auswertung hinsichtlich anderer Risikofaktoren wie Alter, Geschlecht, BMI, Diabetes, Cholesterinwert, sozialer Schicht, Ausbildungsstand, Rauchen, Grad der körperlichen Aktivität oder Alkoholkonsum korrigiert wurde.

Doz. Pfister: „Weitere Detailauswertungen haben gezeigt, dass niedrigerer Salzkonsum das Herzinsuffizienz-Risiko vermutlich auf Basis der blutdrucksenkenden Effekte senkt. Weitere Studien sind jetzt nötig, um die optimalen Zielwerte für die Natriumaufnahme in der Verhütung kardiovaskulärer Erkrankungen festzulegen.“

Quelle: ESC Abstract 2478 – Urinary sodium excretion and risk of heart failure in men and women in the EPIC-Norfolk study

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