Rundgang über den Campus Nord

Warum entsteht Krebs, wie kann er verhindert werden und wie behandelt man ihn am sinnvollsten? Wie kommt das Virus in die Zelle und wie wird krankes Gewebe ersetzt? Lösungen für diese Rätsel des Lebens werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zukünftig gemeinsam in Berlins Mitte erforschen. Der Campus Nord der Humboldt-Universität (HU) wird zum Standort für lebenswissenschaftliche Spitzenforschung durch das Integrative Forschungsinstitut (IRI) für Lebenswissenschaften – eine Kooperation von Humboldt-Universität, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin.

Das haben die Präsidenten und Vorstände der beteiligten Einrichtungen mit einem Memorandum of Understanding beschlossen. Aus Anlass dieser neuartigen Kooperation laden die HU, Charité und das MDC am Mittwoch, 13. Juli 2011 , zu einem gemeinsamen Rundgang über den Campus Nord ein. Nachwuchsforscher und Wissenschaftler der beteiligten Institutionen werden Forschungsvorhaben und -ziele vor Ort vorstellen und Ihnen einen Blick in Labore und die aktuelle lebenswissenschaftliche Forschung gewähren.

Einladung zum Presserundgang auf dem Campus Nord

Termin:
Mittwoch, 13. Juli 2011 von 13.30 bis 15.30 Uhr

Treffpunkt:
Humboldt Graduate School (HGS), Luisenstraße 56, 10117 Berlin

Teilnehmer:
– Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin
– Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich, Dekanin Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Prof. Dr. Walter Rosenthal, Wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums

Stationen des Campus-Rundgangs:

13.30 Uhr
Begrüßung in der Humboldt Graduate School

13.50 Uhr
Bernstein Center for Computational Neurosciences (BCCN)
– Einblicke in die aktuelle Gehirnforschung und Laborführung durch Prof. Dr. John-Dylan Haynes sowie Prof. Dr. Michael Brecht

14.20 Uhr
Centrum für Anatomie der Charité
– Besichtigung medizinischer Präparate
– Gespräch mit den Präsidenten und anwesenden Wissenschaftlern aller beteiligten Institutionen zu Zielen und Inhalten des IRI Lebenswissenschafte im Sternsaal des Centrums

15.00 Uhr
Spaziergang über den Campus Nord zu den zukünftigen Standorten der geplanten Forschungsgebäude

15.15 Uhr
Besichtigung des Trichinentempels, Anatomisches Theater der ehemaligen Tierarzneischule
– Der Langhans-Bau wird derzeit kernsaniert und ab 2012 für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt

Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zum Campus-Rundgang herzlich eingeladen. An allen Stationen gibt es die Möglichkeit für Foto- und Bildaufnahmen. Die anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen für Hintergrundgespräche zu Verfügung.

Um Anmeldung wird gebeten:

HINTERGRUND
Der Campus Nord der HU entwickelt sich zu einem lebendigen Ort interdisziplinärer Spitzenforschung in den Lebenswissenschaften. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Biologie der HU, der Charité, des Bernstein Center for Computational Neurosciences, des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums sowie des Centrums für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin arbeiten hier u.a. eng zusammen. Die Graduiertenschule Berlin School of Mind and Brain der HU verbindet im Bereich der Hirnforschung die Lebens- mit den Geisteswissenschaften.

Vor dem Hintergrund dieser einmaligen Potenziale und zur Stärkung integrativer, fach- und institutionsübergreifender lebenswissenschaftlicher Forschung gründet die HU im Rahmen ihres Zukunftskonzepts in Kooperation mit der Charité und dem MDC, einer Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft, ein neues Integratives Forschungsinstitut Lebenswissenschaften.

Das IRI für Lebenswissenschaften ist in seinem Kern durch die Forschungsschwerpunkte Systembiologie und Theoretische Biologie, Neurowissenschaften und Infektionsbiologie/Immunologie definiert. Die Kooperation soll exzellente gemeinschaftliche Forschung und Lehre ermöglichen und Brückenschläge zwischen den experimentellen und theoretischen Methoden dieser fachlichen Schwerpunkte einerseits und krankheitsorientierten Anwendungsgebieten andererseits stärken. Erkrankungen des Nervensystems, genetisch bedingte Erkrankungen und Genomik werden erforscht, die Krebsforschung sowie die regenerative Medizin vorangetrieben. Die Forschungsergebnisse werden schnellstmöglich durch neue Möglichkeiten der Prävention, Diagnostik und Therapie nutzbar gemacht.

Das IRI für Lebenswissenschaften wird auf dem Campus auch räumlich und baulich zusammenwachsen. In den kommenden Jahren soll das gesamte Institut für Biologie der HU in einem neuen Forschungsgebäude konzentriert werden. Das Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) – eine aus über 20 Arbeitsgruppen bestehende Forschungseinrichtung des MDC und damit die größte Forschungseinrichtung auf dem Campus – wird ein eigenes, neu zu errichtendes Gebäude auf dem Campus beziehen. Unter Integration der bestehenden historischen Bauten wird sich der Campus Nord zu einem modernen Wissenschaftspark für die Lebenswissenschaften in der Mitte Berlins weiterentwickeln.

WEITERE INFORMATIONEN
Constanze Haase
Humboldt-Universität zu Berlin
Pressesprecherin des Präsidenten (amtierend)
Tel.: 030 2093-2332
E-Mail:

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