Rostocker Orthopäden stellen sich auf Verletzungen bei Trendsportarten ein

Zu den Themen des Kurses gehörten schwerpunktmäßig Hüft-und Wirbelsäulenleiden. Auf der Agenda standen zudem Diskussionen zu Wasser- und Kampfsportarten. „Bei den Trendsportarten, wie beispielsweise Kitesurfen, gibt es nach Stürzen aus großer Höhe Verletzungen, die wir bislang so beim Sport kaum kannten“, sagt Thomas Tischer. Der 40-jährige Arzt ist Professor für Prävention im Bewegungsapparat und Leiter der Sektion Sportorthopädie & Prävention an der Orthopädischen Klinik und Poliklinik der Universität Rostock. Er war und ist aktiver Sportler, hat als ehemaliger Gewichtheber selbst intensive Leistungssporterfahrung sammeln können. „Man kann Sportler nur gut behandeln, wenn man weiß, was die leisten müssen“.

Prof. Tischer gehört dem Vorstand der GOTS an und müht sich darum, sowohl in Rostock aber auch im deutschsprachigen Raum bei der Verbesserung der medizinischen Betreuung von Sportlern neue Akzente zu setzen. Verletzungen beispielsweise auch des Sprunggelenks und seiner umgebenden Strukturen hätten massiv zugenommen – eben als Folge neuer Sportarten mit neuem Belastungsmuster. Die Prävention sei, so Prof. Tischer, extrem wichtig, ebenso wie das Erkennen der akuten Sportverletzung und deren Ausmaß und Schwere. Mit großem Idealismus engagiert sich Tischer deshalb in der GOTS, um jungen Kollegen eine gute Ausbildung zu ermöglichen, Standards für Behandlungen bei Sportverletzungen festzulegen, aber auch, um sich selbst neue Erkenntnisse anzueignen.

Die Rostocker Orthopädische Uni-Klinik betreut beispielsweise seit einigen Jahren die deutsche Karate Mannschaft bei nationalen und internationalen Wettkämpfen. „Wir haben ein Betreuungsnetzwerk für die Karate-Kader-Athleten in Deutschland aufgebaut, beraten beim Training, kurieren Verletzungen und absolvieren für jeden Athleten einen regelmäßigen Gesundheits-Check“, sagt Klinikdirektor Prof. Wolfram Mittelmeier.

Die Rostocker Klinik zählt zur ausgewählten Top-Sportklinik der Techniker Krankenkasse. Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, sagt: „Viele Freizeitsportler wünschen sich eine erfolgreiche und schnelle Behandlung bei Sportverletzungen. Deshalb hat die Techniker Krankenkasse (TK) ein innovatives Versorgungsangebot für ihre Versicherten entwickelt und mit der Orthopädische Universitätsklinik Rostock und der Rehaklinik Moorbad Bad Doberan gute Kooperationspartner gefunden. Beide Kliniken garantieren einen hohen Qualitätsstandard bei sporttypischen Verletzungen. Aufgrund der Vernetzung von spezialisierten Operateuren, eventuell sich anschließender Kurzzeitpflege, Physiotherapie und Rehabilitation wird die Versorgung weiter optimiert“. Optionale diagnostische und therapeutische Zweitmeinungsverfahren würden dieses Angebot komplettieren. Text: Wolfgang Thiel

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Tischer
Sektionsleiter Sportorthopädie&Prävention
Orthopädische Klinik und Poliklinik
Universitätsmedizin Rostock
Tel.: +49 381 494 9363 (-9376 Sekretariat: Frau Schacht)
Fax: +49 381 494 9308
thomas.tischer@med.uni-rostock.de

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