Römische Badetradition und reichsstädtisches Erbe

(djd). Klein, aber fein: Weißenburg gehört mit rund 18.000 Einwohnern nicht gerade zu den größten Städten, doch kulturell wie landschaftlich ist es immer eine Reise wert. Bereits die attraktive Lage zwischen dem Naturpark Altmühltal und dem Erholungsgebiet „Fränkisches Seenland“ macht es als Urlaubsadresse anziehend. Doch auch die fränkische Stadt selber steckt voller Überraschungen. Vom größten römischen Schatzfund in Deutschland über antike Thermen bis zur eindrucksvollen Hohenzollernfestung hält sie vieles bereit.

Charmante Altstadt mit bewegter Vergangenheit

Als ehemalige Römer- und Reichsstadt kann Weißenburg auf eine bewegte Geschichte zurückblicken und Besucher haben die Qual der Wahl, welche der vielen Bau- und Kunstschätze sie zuerst besichtigen. Wer sich für einen Spaziergang durch die charmante Altstadt mit ihren romantischen Gässchen entscheidet, dem begegnen spätmittelalterliche Fachwerkhäuser und barocke Bürgerhäuser, die vom einstigen Wohlstand der Einwohner erzählen. Um die Altstadt herum führt noch heute eine Stadtmauer mit 38 Wachtürmen. Besonders beeindruckend ist dabei das im 14. Jahrhundert errichtete Ellinger Tor, das mit seinen zwei Türmen als eines der schönsten Stadttore Deutschlands gilt. Auch das Gotische Rathaus, ein dreigeschossiger Sandsteinquaderbau aus dem 15. Jahrhundert oder die spätgotische St. Andreaskirche sind Zeugnisse reichsstädtischer Vergangenheit. Ausführliche Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Führungen gibt es bei der Tourist-Information Weißenburg unter Telefon 09141-907124 sowie unter http://www.weissenburg.info im Internet.

Erkundungstour in die Welt der alten Römer

Aushängeschild des römischen Weißenburgs ist unbestritten das imposante Kastell Biriciana am westlichen Stadtrand, rund fünf Kilometer entfernt vom Limes, der einstigen Grenze zwischen dem Römischen Reich und den germanischen Stammesverbänden. Das Nordtor des Militärlagers mit seinen mächtigen, begehbaren Wachtürmen zeigt anschaulich, wie sich die Römer einst gegen Feinde wappneten. Nicht weit entfernt liegt mit der römischen Therme bereits die nächste Attraktion. Die außergewöhnlich gut erhaltene Bäderanlage ist fast 3.000 Quadratmeter groß. Besucher können bei einem Rundgang vom Führungssteg aus alle Räumlichkeiten der Therme überblicken. Teile des früheren Gymnastikhofes mit Säulengang sind ebenso sichtbar wie die Reste einer späteren Sporthalle. Faszinierende Einblicke in die Vergangenheit eröffnet auch das Römermuseum. Ein Publikumsmagnet ist hier der größte römische Schatzfund Deutschlands mit rund 120 Exponaten.

Bayerisches Limes-Informationszentrum

Nicht minder interessant ist ein Besuch des Bayerischen Limes-Informationszentrums im Untergeschoss des Römermuseums, in dem spannend und anschaulich über die römische Geschichte und Kultur erzählt wird. Moderne Medien wie Film- und Audiostationen oder Nachbildungen römischer Alltagsgegenstände, die in die Hand genommen werden dürfen, lassen die Vergangenheit lebendig werden. Eine weitere Attraktion Weißenburgs ist die mächtige Hohenzollernfestung Wülzburg, hoch über der Stadt. Besonders beeindruckend sind die fünf Bastionen sowie der 143 Meter tiefe Festungsbrunnen.

KURZTEXT

Spannende Zeitreise

(djd). Als ehemalige Römer- und Reichsstadt beeindruckt das fränkische Weißenburg mit einer Fülle an Bau- und Kunstschätzen. Die Altstadt ist geprägt von spätmittelalterlichen Fachwerk- und barocken Bürgerhäusern. Die weitestgehend erhaltene Stadtmauer mit einem der schönsten Stadttore Deutschlands, dem Ellinger Tor, stammt aus dem 14. bis 15. Jahrhundert. Das imposante, teilrekonstruierte Kastell Biriciana, die fast 3.000 Quadratmeter große römische Therme sowie der spektakuläre Römerschatz mit 120 Exponaten, der sich – wie das Bayerische-Limes-Informationszentrum – im Römermuseum befindet, sind nur einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mehr Infos sind unter http://www.weissenburg.info nachzulesen.

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