Riskanter Alkoholkonsum im neuen Journal für Gesundheitsmonitoring

Die Beiträge für das Fach-Journal unterliegen einem Gutachter-Verfahren und sind über die RKI-Internetseite frei zugänglich. Wissenschaftliche Daten und Analysen sind wesentliche Grundlage für die Entwicklung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen, nach dem Motto ´Daten für Taten´. „Unsere Mission ist die Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung“, betont Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Die neue, zweisprachige Zeitschrift ist auch Teil des zunehmenden Engagements des Instituts auf internationaler Ebene.

In der ersten Ausgabe des Journal of Health Monitoring geht es um gesundheitsschädlichen Alkoholkonsum. Dieser zählt zu den fünf wesentlichen Risikofaktoren für Krankheiten und Beeinträchtigungen und gilt als mitverursachend für mehr als 200 Krankheiten. Die Daten der Gesundheitsstudien des RKI ermöglichen es, den zeitlichen Verlauf riskanten Alkoholkonsums auszuwerten. Die Trends sind Thema eines umfassenden Beitrags im neuen Journal. Zudem wird in drei Faktenblättern auf Alkoholvergiftungen, Unfälle und Sterblichkeit durch Alkohol eingegangen.

Die Themen der neuen Fachzeitschrift umfassen alle Bereiche der Gesundheit der Bevölkerung (Public Health), körperliche und psychische Gesundheit, Gesundheitsverhalten, Risikofaktoren und Schutzfaktoren sowie die medizinische und pflegerische Versorgung. Einige der bisherigen Veröffentlichungsformate der Gesundheitsberichterstattung (GBE) gehen im neuem Journal auf, unter anderem die Online-Reihe „GBE kompakt“. Umfassende Berichte der GBE wird es aber weiterhin geben. Ergänzt werden die GBE-Publikationen durch das Informationssystem der GBE, einer Online-Datenbank, die vom Statistischen Bundesamt gepflegt wird.

Wichtigste Basis der Gesundheitsberichterstattung sind die umfassenden Studien des RKI-Gesundheitsmonitorings, mit dem die gesundheitliche Lage der Bevölkerung kontinuierlich untersucht und ausgewertet wird: die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS), die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) und „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA). Die RKI-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werten auch amtliche Statistiken, epidemiologische Register und Routinedaten der Sozialversicherungsträger aus.

Die Abteilung im RKI, die Gesundheitsmonitoring und Gesundheitsberichterstattung durchführt, wurde kürzlich mit der Salomon-Neumann-Medaille 2016 ausgezeichnet. Die Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) verleiht diesen Preis für besondere Verdienste um die Präventiv- und Sozialmedizin. In der Begründung hieß es: „Das Gesundheitsmonitoring des RKI hat sich … zu einem zentralen Instrument für Public Health in Praxis, Politik und Wissenschaft etabliert. Es ist Basis für … die Entwicklung von Gesundheitszielen, für die Initiierung und Evaluation von gesundheitspolitischen Maßnahmen sowie für die Gesundheits-, Armuts- und Reichtumsberichterstattung und … Impulsgeber auch für viele Entwicklungen der Gesundheitsberichterstattung auf den regionalen Ebenen der Länder und der Kommunen.“

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