Ringvorlesung Chemie: Kunststoffe in der Medizin

Wozu braucht man Kunststoffe in der Medizin? Ist nicht schon genug Plastik im Abfall? Schon die Spritze beim Doktor ist aus Polypropylen, weil es gut steril gehalten werden kann und mittels Spritzguss in jede beliebige Form gebracht wird. Feine Hohlfasern aus Cellulose oder Polysulfonen werden zur Blutwäsche eingesetzt. Silikonkunststoffe sind super elastisch und werden daher für Brustimplantate verwendet. Polyester sind biologisch abbaubar – sie werden für chirurgische Nähfäden und stützende Implantate verwendet, die nur eine bestimmte Zeit im Körper bleiben sollen. Auch Nanoteilchen aus Kunststoffen kommen in der Medizin immer mehr zum Einsatz: Sie sollen Medikamente an bestimmte Stellen des Körpers transportieren, um so Nebenwirkungen zu verringern. Der Professor für Makromolekulare Chemie Gerhard Wenz stellt diese und weitere Anwendungen von Kunststoffen in Theorie und Experiment vor.

Im internationalen Jahr der Chemie 2011 wollen die Professoren der Chemie und Pharmazie der Saar-Uni zeigen, dass die Chemie mit allen unseren Lebensbereichen verknüpft ist. Mit ihren Vorträgen beleuchten sie die ganze Bandbreite der Chemie und laden interessierte Hörer dazu ein, die Faszination dieser grundlegenden Naturwissenschaft kennen zu lernen.

Die Vorträge finden immer mittwochs (mit Ausnahme des 16.11.) um 19.00 Uhr im Haus der Zukunft in Saarbrücken statt (Richard-Wagner-Straße 14-16, 66111 Saarbrücken).

Kontakt:
Professor Guido Kickelbick, Fachrichtung Chemie,
Tel. 0681 302-70650, E-Mail: kickelbick@mx.uni-saarland.de
und Christel Drawer, Landeshauptstadt Saarbrücken,
Tel. 0681 9054904, E-Mail: christel.drawer@saarbruecken.de

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