Ride4Women: Quer durch Europa gegen Krebs bei Frauen

Den Start in Dresden begleitete eine Veranstaltung der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, auf der nicht nur die Radler selbst für ihr Anliegen werben konnten, sondern auch Aktionsstände von Kliniken und Zentren auf Präventionsangebote aufmerksam machten.

„Uns ist es enorm wichtig, aufzuklären, Öffentlichkeit zu schaffen und Frauen zur Vorsorge zu animieren“, erklärt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und selbst Vorstandsmitglied der ESGO. „Wir machen die Tour, um für die Betroffenen eine Lobby zu schaffen“, ergänzt Dr. Rene Laky, Initiator des Projektes und Gynäkologie-Oberarzt der Uniklinik Graz. „Ich habe von Frauen mit Tumorerkrankungen immer wieder gehört, dass ihre Diagnosen Tabuthemen sind. Es war mir deshalb ein Anliegen, die öffentliche Aufmerksamkeit mit dem Ride4Women auf sie zu lenken.“ Mit befreundeten Ärzten, aber auch mit anderen Interessierten radelt René Laky nunmehr zum vierten Mal für mehr Aufmerksamkeit im Kampf gegen Krebs quer durch Europa. Sechs Länder werden die ehrenamtlichen Sportler durchqueren. „Wir wollen auch darauf hinweisen, dass Bewegung für die Gesundheit, auch von Krebspatienten, besonders wichtig ist“, sagt René Laky. Interessierte können sich jederzeit an einer oder einigen der insgesamt 12 Tagesetappen beteiligen. Auch Spenden für die Krebshilfe sammeln die Teilnehmer mit dieser Aktion.

Gestartet sind die zehn Radler am 3. Juli in Oslo von da an geht es auf 12 Etappen 1.624 Kilometer durch Europa bis nach Wien. Im Dresdner Universitäts Kinder-Frauenzentrum wurden die Radler, aber auch Betroffene und Interessierte mit einem besonderes Rahmenprogramm empfangen: An Ständen der Universitätsfrauenklinik, des Universitäts KrebsCentrums, des Krebsinformationsdienstes, der „Stiftung Leben mit Krebs“, der Selbsthilfegruppen und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen informierten Experten über Tumorerkrankungen.

„In den vergangenen drei Jahren konnten wir einiges erreichen“, sagt René Laky. So wurde in der Türkei Geld für ein flächendeckendes Screening zur frühen Diagnose von Gebärmutterhalskrebs eingeworben. Wie wichtig diese Vorsorgeuntersuchungen sind, erklärt Prof. Pauline Wimberger: „Werden Krebserkrankungen, wie Eierstock-, Gebärmutterhals-, Gebärmutter- und Scheidenkrebs frühzeitig erkannt, könnten wir eine Heilungsrate von bis zu 90 Prozent erreichen.“ Und Dr. René Laky ist sich sicher: „Je mehr Aufmerksamkeit es für bestimmte Tumorerkrankungen gibt, umso mehr Geld wird in die Forschung investiert.“

Kontakt
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Prof. Dr. Pauline Wimberger
Telefon: 0351 / 458 6728
E-Mail: pauline.wimberger@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de

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