Richtiger Schutz durch Corona Schutzkittel: Das sollten Sie beachten

Corona Schutzkittel

Corona-Schutzmaßnahmen sind mittlerweile so geläufig wie der Wetterbericht. Für den Alltag von Privatpersonen werden FFP2-Masken und die AHA+L-Regeln empfohlen – aber wie sieht es mit Schutzkitteln aus? Welche Schutzkittel sind in welchen Situationen angemessen – und was gilt es im Umgang mit Covid-19-Patienten zu beachten? Im folgenden Artikel erhalten Sie einen Überblick zu Corona-Schutzkitteln und der richtigen Verwendung!

Merkmale eines Schutzkittels

Ein Corona Schutzkittel sollte stets folgende Kriterien erfüllen:

  • Ausreichende Länge zur Bedeckung des Körpers
  • Strapazierfähiges, reißfestes Material
  • Im Rücken auch selbstständig zu schließen
  • Lange Ärmel mit festen Bündchen

Dem Träger muss Bewegungsfreiheit geboten werden, ohne dadurch zu viel Stoff einzuschränken. In einigen Einsatzgebieten (Rettungssanitäter, Patiententransport) kann das Tragen eines Overalls von Vorteil sein.

Auswahl nach Verwendungszweck

Wer viel mit Menschen arbeitet und einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist, kann sich selbst und andere durch das Tragen eines Corona Schutzkittels besser vor Ansteckung schützen. Auch Personen, die in häuslicher Pflege Angehörige betreuen oder häufig zu Gast in Pflegeeinrichtungen sind, erweitern durch Schutzkittel ihre Sicherheit. Eine 100%-Schutzgarantie vor Corona gibt es nicht – im direkten Kontakt mit Covid-19-Patienten muss neben dem Schutzkittel ein Vollschutz mit Schutzbrille und Visierschild getragen werden.

Unabhängig von einer Infektion sind Schutzkittel immer dann angebracht, wenn Patienten mit Husten betreut werden, die Auswurf produzieren. Der Kittel schützt vor einer Kontamination der eigenen Kleidung. Dies sollten auch zum Beispiel die Betreuungspersonen von erkälteten Kleinkindern bedenken.

Besonderheiten von Corona-Schutzkitteln

Ein Corona Schutzkittel ist farblich nicht festgelegt. Während Kittel in der Chirurgie grün oder blau sind, um Komplementär-Visualisierungen mit Blut zu vermeiden, können Corona-Schutzkittel theoretisch sogar schwarz sein. Gelb oder helles Blau wird am häufigsten gewählt, die Farben wirken beruhigend auf Patienten und rücken Schmutzflecke nicht sofort in den Fokus.

Ohne Maske ist jeder Corona Schutzkittel wirkungslos. Der Übertragungsweg erfolgt durch Aerosole – und diese werden über die Atemluft bewegt. Der Kittel schützt vor Kontamination der Kleidung und davor, Infektionen anderer Art zwischen Patienten zu verbreiten.

Einweg oder Mehrweg, steril oder einfach?

Der Umwelt zuliebe sollte auf Einwegartikel verzichtet werden – im Zusammenhang mit einer Pandemie gilt das nicht weniger. Allerdings gibt es mittlerweile Corona Schutzkittel aus nachhaltigen Materialien, die mit gutem Gewissen als Wegwerf-Artikel gebraucht werden können.

Beim Umgang mit bereits infizierten Hochrisiko-Patienten können Einweg-Kittel allerdings der einzig gangbare Weg sein. Wer aber Kittel zu seinem persönlichen Schutz bei Besuchen in Alten- und Pflegeeinrichtungen tragen möchte, kann auf hochwertige Kittel zurückgreifen, die bei 95°C gewaschen werden können.

Dient der Kittel auch dem Schutz des Patienten vor anderen Infektionen, sollte er steril verpackt sein. Wiederverwendbare Corona Schutzkittel können in entsprechenden Einrichtungen nicht nur gewaschen, sondern auch steril wieder verpackt werden.

Ein Corona Schutzkittel muss nicht steril verpackt werden – die Verpackung sollte aber unbeschädigt sein.

Wo es medizinisch nötig ist, müssen Corona Schutzkittel getragen werden. Ist es nicht Vorschrift, so kann es doch das persönliche Sicherheitsempfinden stärken.

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