Richtig mit Neurodermitis umgehen

Hautkrankheit mit chronischem Juckreiz, Schuppenflechte, Neurodermitis: Katzen der juckenden Haut

Wie lässt sich eine Neurodermitis behandeln?

Neurodermitis ist eine infektiöse Hauterkrankung, deren genaue Ursache bis heute nicht erforscht ist. Bestimmte äußere Faktoren wie Stress, Klimaveränderungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten können die Krankheitsschübe auslösen. Typische Symptome einer Neurodermitis sind Entzündungen, Feuchtigkeitsverlust, trockene raue Haut verbunden mit einem meist starken Juckreiz. Besonders häufig betroffen sind Armbeugen, Kniekehlen sowie die Hals- und Gesichtspartie. Zur Behandlung der Neurodermitis gibt es mehrere Strategien. Hilfreiche Informationen hierzu liefert auch die Seite gutzuwissen.blog.

1 ) Basispflege

Zur Reinigung der neurodermitischen Haut sollten sehr milde Reinigungsprodukte mit einem hautfreundlichen pH-Wert verwendet werden. So wird verhindert, dass der Säureschutzmantel der Haut angegriffen wird. Besonders geeignet sind Produkte mit einem hohen Anteil an rückfettenden Substanzen. Hierzu gehören medizinische Ölbäder und Duschöle.

Die Haut sollte täglich mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten eingecremt werden. So können oft symptomfreie Phasen verlängert und der Bedarf an wirkstoffhaltigen Cremes reduziert werden. Die verwendeten Cremes sollten möglichst frei von Konservierungsmitteln und Duftstoffen sein. Meist werden wirkstofffreie Cremes oder Salben angewendet. Diesen ist oft Harnstoff zugesetzt, der in der Lage ist, die Feuchtigkeit in der Haut zu binden. Ein Pflegeprodukt kann umso fetthaltiger sein, je besser der Hautzustand ist. Bei entzündeter und juckender Haut sind Produkte mit einem hohen Wasseranteil zu bevorzugen.

Im Gesicht sollten bevorzugt wässrige Pflegeprodukte verwendet werden. Generell gilt: Im Sommer sind Cremes besser geeignet, im Winter Salben.

2) Behandlung des Juckreizes

Zur Linderung des Juckreizes können feuchte Umschläge, denen eventuell gerbende Substanzen zugesetzt sind, verwendet werden. Es können auch Polidocanol-haltige Produkte versucht werden. Polidocanol wirkt lokal betäubend und lindert so den Juckreiz. Orale Antihistaminika können ebenfalls juckreizlindernd wirken.

3) Antientzündliche Maßnahmen

Die wichtigsten antientzündlichen Wirkstoffe bei Neurodermitis sind Kortisonpräparate. Sie werden in der Regel als Creme oder Salbe, bei schweren Schüben gegebenenfalls auch kurzfristig als Tablette verabreicht. Die Präparate dürfen nicht regelmäßig langfristig angewendet werden, sondern nur kurzfristig bei akuten Schüben. Grund hierfür ist, dass es bei sehr langer Anwendung dazu kommen kann, dass die Haut dünner wird oder sich bestimmt Hautveränderungen bilden.

4) UV-Licht

Neurodermitis kann auch mit UV-Licht behandelt werden. Dieses hat einen anti-entzündlichen Effekt. Es wird Licht bestimmter Wellenlängen, entweder UV-A oder UV-B-Licht verwendet. Bei Kindern unter 12 Jahren sollte diese Lichttherapie nicht zum Einsatz kommen.

5) Hausmittel

Zur Behandlung der Neurodermitis stehen auch zahlreiche Hausmittel zur Verfügung. Hierzu gehören Aloe Vera, Apfelessig, Joghurt und Quark sowie Kokosöl.

6) Komplementär- und alternativmedizinische Methoden

Homöopathische Globuli können teilweise Schübe reduzieren oder sogar ganz verschwinden lassen sowie Juckreiz reduzieren. Auch Methoden der traditionellen chinesischen Medizin wie Akupunktur können hilfreich sein.

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