Richtig in den Job einsteigen

(djd). Karriere in großen, attraktiven Unternehmen zu machen – diese verlockende Aussicht muss für viele Berufseinsteiger kein Traum bleiben: Insgesamt 1.000 Stellen sollen in jedem zweiten Unternehmen neu besetzt werden, knapp ein Viertel der Personalverantwortlichen möchte sogar 2.000 Jobs vergeben.
Das ergab eine Umfrage des Jobportals JobStairs, die zeigt, dass auch bei Top-Unternehmen die Chancen für Bewerber gut stehen: Diese Firmen müssen sich in Zeiten des Fach- und Führungskräftemangels um qualifizierte Mitarbeiter bemühen. Das gilt vor allem für sogenannte MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Allerdings müssen Schulabgänger, angehende Studierende sowie Absolventen bestimmte fachliche Voraussetzungen mitbringen, um die Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten der Unternehmen nutzen zu können. Fragen dazu stellten Frauen und Männer den Experten im Chat auf http://www.experten-im-chat.de.

Ausbildung und Studium im Doppelpack

Wie sichert man sich einen guten Einstieg in den Job – durch ein Studium oder eine Ausbildung in einem Unternehmen? Die Experten wissen: Bei der Wahl kommt es auf die persönlichen Präferenzen an. Michael Fecker, Fachreferent für Grundsatzfragen zum Thema Ausbildung bei der Robert Bosch GmbH, erläutert: „Es gibt Menschen, die sich leichter tun, in der Praxis erworbenes Wissen in der Theorie zu vertiefen als rein theoretisch zu lernen.“ Bei Bosch werden sogenannte kooperative Studiengänge angeboten. Dabei lernt man den Beruf in der Praxis und erweitert dazu sein Wissen durch ein Bachelorstudium. Professor Dr. Wolfgang Jäger weist in diesem Zusammenhang auf das duale Studium, also die Verbindung zwischen Ausbildung und Studium, hin. Jäger, der Sprecher des Jobportals JobStairs und Professor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personal- und Unternehmensführung sowie Medienmanagement am Studiengang Media Management der Hochschule RheinMain in Wiesbaden ist, führt aus: „Viele Unternehmen, die mit JobStairs zusammenarbeiten, haben eine solche Kombi im Angebot – sicherlich nicht der schlechteste Weg.“

Mehr über Unternehmen erfahren

Auf der Suche nach dem passenden Arbeitgeber kann man sich nach Auskunft von Jäger bei der Bundesagentur für Arbeit, aber ebenfalls bei den Industrie- und Handelskammern sowie bei den Handwerkskammern informieren. Zudem seien Unternehmensprofile auf den Plattformen der Jobportale hinterlegt und teilweise mit Videos ergänzt. „Darüber hinaus haben alle diese Unternehmen ausführliche Informationen auf ihren jeweiligen Karriere-Websites hinterlegt“, ergänzt der Experte. Einen ersten Einblick in ein Unternehmen kann man bei einem Praktikum gewinnen – oder bei Bosch zum Beispiel durch das PreMaster Programm. Michael Fecker: „Es bietet die Möglichkeit, nach einem Bachelorabschluss praktische Erfahrungen zu sammeln und dann ein Masterstudium aufzunehmen.“

Auf der Karriereleiter nach oben

Ob ein Bewerber zu einem Unternehmen passt, das wird nicht selten in einem Bewerbungsprozess mit mehreren Schritten herausgefunden. Karin Jobst, Recruiterin bei der HypoVereinsbank in München, zählt sie auf: „Telefoninterview, fachliches Interview und letztlich eine Teilnahme am Assessment-Center.“ Wer den Einstieg geschafft hat, dem wird bei einem Großunternehmen wie der UniCredit eine Vielzahl von Aufstiegsmöglichkeiten geboten. Karin Jobst beschreibt sie am Beispiel des kaufmännischen Bereichs: „Sie reichen von dem klassischen Vertrieb und Kundengeschäft bis hin zu beispielsweise Buchhaltung, Controlling und Personalwesen.“ Berufseinsteiger werden nach ihren Worten je nach ihrem speziellen Hintergrund zu individuellen Karrieremöglichkeiten beraten.

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