Richtig dämmen will gelernt sein

(djd). Dämmen ist, so scheint es, hierzulande zur ersten Bürgerpflicht geworden. Stetig steigende Energiepreise und der Wunsch, selbst etwas zum Klima- und Umweltschutz beizutragen, lassen viele Eigenheimbesitzer entsprechende Pläne schmieden. Nicht mehr das „Ob“ ist also die Frage, sondern das „Wie“. Angesichts immer wieder auftauchender Berichte zu brennenden Dämmmaterialien oder zur Gefahr von Schimmelbildung sind viele Verbraucher verunsichert. Umso wichtiger ist es, sich vor einer umfassenden energetischen Sanierung unabhängig beraten zu lassen.

Fahrplan zur Sanierung

Der erste Ratschlag für Eigenheimbesitzer lautet, zunächst einen zertifizierten Energieberater hinzuziehen. Dieser übernimmt die Bestandsaufnahme für den Altbau, zeigt Einsparmöglichkeiten auf, entwickelt individuelle Lösungen und hilft zudem bei der Beantragung von Fördermitteln und zinsgünstigen Darlehen. „Ohne eine gründliche Analyse und einen individuellen Fahrplan sollte man nicht mit der energetischen Sanierung beginnen“, schildert etwa der zertifizierte Energiefachberater Bernd Meyer aus Kassel das Vorgehen. „Und auch auf eine sinnvolle Reihenfolge kommt es an: In aller Regel sollten zuerst die Energieverluste über Fassade, Dach und Fenster durch eine wirksame Dämmung weitestgehend abgestellt werden, bevor Hausbesitzer über weitere Maßnahmen wie etwa den Austausch der Heizungsanlage nachdenken.“ Von der Do-it-yourself-Dämmung rät der Fachmann daher dringend ab.

Beim Dämmmaterial selbst haben Eigentümer heute buchstäblich die Qual der Wahl: Eine Vielzahl an Lösungen macht es für den Laien schwer, den Überblick zu behalten. Daher sollte man sich frühzeitig über die jeweiligen Vorteile der Alternativen informieren: Eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade etwa beugt Feuchtigkeit und Schimmel wirksam vor, bei gleichzeitig guter Wärmedämmung. Unter http://www.vinylit.de gibt es mehr Details zu der Funktionsweise der Konstruktion, die sich mit verschiedenen Fassadenmaterialien und Oberflächen kombinieren lässt.

Die Fassade schützt und dämmt

Der wesentliche Vorteil der Hinterlüftung: Die Vollschutzfassade wird nicht direkt auf die Außenwand aufgesetzt, sondern durch einen Zwischenraum von der Dämmung getrennt. Zwischen Fassade und Dämmstoff entsteht so eine kontinuierliche Luftzirkulation, die Feuchtigkeit abführt. „Auf diese Weise wird nicht nur neuer Schimmel verhindert. Selbst bereits feuchte Bausubstanz lässt sich wieder dauerhaft trocknen“, erläutert Energiefachberater Meyer. Ein weiterer Vorteil: Biozide, die auf viele andere Dämmsysteme zum Schutz vor Algen- und Schimmelbefall aufgetragen werden müssen, sind bei einer hinterlüfteten Lösung nicht notwendig – ein Nutzen für die Umwelt und die Wohngesundheit gleichermaßen.

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