Rettungssoftware – schneller, informativer, effektiver

(dmd). Wie können Rettungsdienste bei Unfällen noch schneller und noch effektiver helfen? Unter dieser Fragestellung hat sich das Bundesministerium für Verkehr mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA), dem Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und dem ADAC zusammen getan und gemeinsam ein neues Rettungssystem entwickelt. Seit 1. Februar 2013 ist es im Einsatz.

Die Software ermöglicht es, den Helfern mehr Informationen über die Unfallautos zu erhalten. Im digitalen Rettungsdatenblatt sind alle sicherheitsrelevanten Hinweise zu sensiblen Bauteilen wie Tanks, Batterien oder Airbags aufgeführt. Aber auch Bauteile wie Gurtstraffer, Strukturversteifungen und Hochvoltbauteile elektrisch angetriebener Fahrzeuge sind darin vermerkt.

Um die Fahrzeugdaten aus den amtlichen Kennzeichen zu erhalten, wurde jetzt die Fahrzeug-Zulassungsverordnung so geändert, dass die Leitstellen beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die notwendigen Daten zur Identifizierung des Fahrzeuges abfragen dürfen. Bisher war das nur der Polizei erlaubt. Die Rettungskräfte können nun für nahezu jedes Pkw-Modell die Daten bei den Leitstellen elektronisch abrufen.

Die Feuerwehr gibt im Einsatzfall per Funk das Kennzeichen an die Leitstelle durch, die tippt es wiederum in eine Datenbank mit über 1.100 hinterlegten Fahrzeugtypen. Das Ergebnis mit allen Infos wird nach wenigen Sekunden auf den Laptop der Einsatzkräfte vor Ort gesendet. Bis allerdings alle Dienststellen die ab sofort verfügbare Software einsetzen, wird noch einige Zeit vergehen.

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