Rettungsengel in der Weihnachtszeit

(djd). Durch Brände verunglücken in Deutschland jeden Monat durchschnittlich 35 Menschen tödlich. Der größte Teil stirbt in den eigenen vier Wänden – und zwar meist an einer tückischen Rauchvergiftung. Gerade in der Vorweihnachtszeit haben Wohnungsbrände traurige Tradition. Von den Opfern, so das Forum Brandrauchprävention e.V., sterben zwei Drittel nachts im Schlaf. Was viele nicht wissen: Schlafende Menschen können nichts riechen. Deswegen sind Rauchmelder inzwischen in den meisten Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben.

Kabellos dank Batteriebetrieb

Wer Rauchmelder installieren möchte, der greift am besten zu Modellen mit Neun-Volt-Betrieb. Sie sind gut zum Nachrüsten geeignet, weil sie dank Batteriebetrieb kabellos funktionieren. Die Geräte, die hierzulande im Fachhandel angeboten werden, sind optische Rauchmelder. In dem Gerät befindet sich eine Fotolinse. Es werden Lichtstrahlen ausgesandt, die diese Linse normalerweise nicht erreichen. Tritt jedoch Rauch in die Brennkammern ein, wird der Lichtstrahl so umgelenkt, dass er auch die Fotolinse trifft. „In diesem Moment wird ein penetranter Alarmton ausgelöst“, sagt Peter Meier von der Nürnberger Versicherungsgruppe. „Dieses Prinzip funktioniert auch beim Schwelbrand und kann daher vor Feuer warnen, bevor Flammen emporzüngeln. Das kann die Sicherheit vor Bränden deutlich erhöhen – gerade im Advent und an den Feiertagen.“

Darauf sollte man bei der Montage achten

Rauchmelder werden stets an der Zimmerdecke positioniert. Schließlich steigt Rauch ja nach oben. Die Melder werden in der Mitte des Raums angebracht – zumindest aber hält man von den Wänden mindestens einen halben Meter Abstand. Auch unter Dachschrägen werden sie waagerecht montiert. Normalerweise werden die Geräte alle zehn Jahre ausgewechselt. Ein Blick in die Bedienungsanleitung lohnt aber, denn es gibt durchaus Geräte, die eine längere Lebensdauer haben. Zur Sicherheit sollte man aber jeden Monat prüfen, ob die Rauchwarnmelder noch gut funktionieren. Nach DIN EN 14604 müssen die Melder zu diesem Zweck einen Testknopf haben. Es kann nicht schaden, kurz vor den Weihnachtstagen schnell noch einmal die Funktionalität der Melder zu überprüfen.

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