Restless Legs können zur Plage werden

(mpt-148) In der Nacht sollte der Körper zur Ruhe kommen und sich erholen. Wenn dann allerdings die Beine anfangen zu kribbeln und man unruhig wird, weil man den Drang verspürt, sich weiterbewegen zu wollen, ist das ein Anzeichen für das Restless Legs Syndrom (RLS). Diese Befindlichkeitsstörung tritt vor allem in mittleren Jahren auf und wird immer schlimmer, je älter man wird. Lilo Habersack, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Restless Legs Vereinigung weiß: „RLS ist eine Krankheit, die das Leben völlig aus dem Gleichgewicht bringen kann.“ Und die Krankheit kommt gar nicht so selten vor: Rund zehn Prozent der Deutschen leiden unter dem Syndrom. Da der Leidensdruck sehr groß ist, wird auf vielen Wegen nach Lösungen gesucht. Dafür steht Betroffenen die Selbsthilfeorganisation von Lilo Habersack zur Verfügung. Über die Ursachen der Erkrankung kann bisher nur spekuliert werden. „Verschiedene Auslöser werden vermutet, unter anderem ein ererbter genetischer Defekt“, erklärt Lilo Habersack.

Etwas für das Wohlergehen tun

Die Aufgaben der Selbsthilfeorganisation, die derzeit rund 4.500 Mitglieder hat: Unterstützung von Wissenschaft und Forschung, beispielsweise bei der Gründung einer Hirngewebebank. Hierbei kann gespendetes Hirngewebe analysiert werden. Dadurch erhofft man sich genauere Diagnoseverfahren und die Entwicklung wirksamer Medikamente. Große Hoffnung setzt man aktuell auf die Behandlung mit dopaminergenen Substanzen, die die Konzentration von Dopamin im Körper, einem natürlichen Botenstoff, ausgleichen. Weiterhin kann jeder selbst etwas für das Wohlbefinden tun: Beine massieren und bürsten, kalte Fußbäder und Kniebeugen können die Beschwerden lindern.

Audiotherapie zeigt erste Erfolge

Während Medikamente Nebenwirkungen zeigen, ist eine neue Methode bei der Bekämpfung der Schlafprobleme erfolgreich: Die Audiotherapie. Dabei spielt ein spezielles Gerät zwei unterschiedliche Töne ab, die das Hirn ausgleicht, dadurch ruhiger pulsiert und sich in den Schlafrhythmus einpendelt. Der Inpulser ( http://www.inpulser.de/ ), wie das Schlafsystem heißt, setzt dabei an einer zentralen Schwierigkeit vieler RLS-Patienten an, wie Lilo Habersack erläutert: „Selbst wenn die Medikamente bei ihnen wirken, hat das Gehirn verlernt, sich auf die für den Schlaf nötigen Schwingungen einzustellen.“ Während einer sechsmonatigen Testphase hat sich gezeigt, dass von 135 Patienten mehr als 70 Prozent besser schlafen konnten und der Körper somit zur Ruhe kam.

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