Residenzschloss und Weltliteratur

(djd). Die niedersächsische Fachwerkstadt Wolfenbüttel wurde sehr stark von den Welfen geprägt. Die kunstliebenden Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg begründeten hier ein reges kulturelles Leben, in dem die schönen Künste über vier Jahrhunderte hinweg eine besondere Rolle spielten. Die besten Baumeister und Stadtplaner ihrer Zeit holten die Welfen-Herzöge während ihrer Regentschaft in die Stadt. Sie sorgten mit ihrer Arbeit dafür, dass Wolfenbüttel als erste nach Plan gebaute Renaissance-Stadt Deutschlands gilt.

Fachwerkhäuser und ein prunkvolles Residenzschloss

Für die Besucher Wolfenbüttels ergeben sich daraus reizvolle Perspektiven. An die Herrschaft der Welfen erinnert beispielsweise noch heute das mitten in der Stadt gelegene, prächtige Residenzschloss. Es ist das zweitgrößte seiner Art in Niedersachsen und eines der wichtigsten Wahrzeichen Wolfenbüttels. Überaus glanzvoll ging es einst in Wolfenbüttel zu, davon kann man sich bei einer Führung durch die sogenannten Staatsgemächer überzeugen. Beliebt sind die Erlebnisführungen mit dem Tanzmeister Monsieur de la Marche. Er führt seine Gäste durch Säle, Gemächer und Kabinette im Museum des Schlosses. Sehr interessant sind auch die hochbarocken Staatsappartements und die bemerkenswerten Objekte zum bürgerlichen Leben der letzten 300 Jahre. Weitere Informationen zum Schloss gibt es unter http://www.wolfenbuettel-tourismus.de nachzulesen. Nach dem Besuch des Schlosses können die Gäste bei einem Bummel durch Wolfenbüttel die zauberhaften Fachwerkfassaden der Stadt auf sich wirken lassen und danach in einem Café die romantische Atmosphäre genießen.

Die Herzog August Bibliothek

Eine weitere bedeutende Sehenswürdigkeit in Wolfenbüttel ist die Herzog August Bibliothek. Sie wurde 1572 von Herzog Julius gegründet und entwickelte sich unter dem bibliophilen Herzog August zur größten europäischen Büchersammlung. Eine Zeit lang betrachtete man die Bibliothek sogar als achtes Weltwunder. Ihr größter Schatz ist das 1983 in London für 32,5 Millionen DM ersteigerte Evangeliar Heinrichs des Löwen. Es ist eine der prächtigsten und kunsthistorisch wertvollsten Handschriften des Mittelalters.

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